Schnee wie Asche von Sara Raasch

Titel: Schnee wie Asche
Autor: Sara Raasch
Veröffentlicht: 2015
Seitenzahl: 464
Verlag: cbt
Serie: Ja.
1. Schnee wie Asche
2. Eis wie Feuer
3. Frost wie Schatten
Genre: Jugendbuch
Preis: 14,99€

Zur Geschichte:
Sechzehn Jahre sind vergangen, seit das Königreich Winter in Schutt und Asche gelegt und seine Einwohner versklavt wurden. Sechzehn Jahre, seit die verwaiste Meira gemeinsam mit sieben Winterianern im Exil lebt, mit nur einem Ziel vor Augen: die Magie und die Macht von Winter zurückzuerobern. Täglich trainiert sie dafür mit ihrem besten Freund Mather, dem zukünftigen König von Winter, den sie verzweifelt liebt. Als Meira Gerüchte über ein verloren geglaubtes Medaillon hört, das die Magie von Winter wiederherstellen könnte, verlässt sie den Schutz der Exilanten, um auf eigene Faust nach dem Medaillon zu suchen. Dabei gerät sie in einen Strudel unkontrollierbarer Mächte...

Meine Meinung:
Das Cover gefällt mir sehr gut! Ich finde die Idee Meiras Lieblingswaffe, das Chakram, in Schnee (oder Asche, je nachdem wie man es sieht) stehen zu lassen und in den Fenstern die zwei Hauptkönigreiche die in dem Buch eine Rolle spielen darzustellen, sehr gelungen!

Die Grundidee des Buches ist toll! Ich habe noch nie etwas vergleichbares gelesen und finde, dass die Autorin auf jeden Fall einen Applaus für ihren Ideenreichtum verdient hat!

Die Geschichte beginnt mit einer kleinen Einführung in das Leben der Flüchtlinge Winters, die zeigt, wie sie leben und dem Leser erklärt was eigentlich Sache ist. An sich ist der Verlauf der Geschichte sehr rasant. Die Autorin hatte anscheinend sehr viele Ideen und hat diese auch in das Buch eingebaut. Leider wirkt die Geschichte dadurch manchmal ein wenig konstruiert und überladen. Trotzdem macht es viel Spaß Meira und Mather auf ihrer Reise zu begleiten, auch wenn man manchmal mit Information überflutet wird.

Meira an sich ist eine erstaunlich normale Protagonistin. Sie ist nicht, wie in den meisten Dystopien oder High-Fantasy Büchern, die wunderschöne, mutige und starke Kriegerprinzessin, sondern zeigt auch mal Schwächen. Das soll nicht heißen, dass sie nicht mutig ist, aber durch ihre Zweifel und ihre unmögliche Liebe zu Mather wirkt sie menschlicher als so manche Protagonistin aus anderen Büchern. Leider ist sie ein bisschen naiv, was mich zeitweise ziemlich genervt da, da sie offensichtliche Sachen nicht bemerkt oder falsch interpretiert hat.
Mather fand ich langweilig. Er ist der zukünftige König Winters und verhält sich wie ein kleines Kind. Keine so gute Kombination. Seine "Liebeleien", wenn man das so nennen kann, mit Meira sind pubertär und wirken sehr erzwungen. Nicht von seiner Seite, aber die ganze Liebesgeschichte ist die einer "Du bist der König, ich bin dir nicht würdig"-Schnulze. Hatte ich. Kenne ich. Brauch ich nicht.
Die anderen Charaktere im Buch bleiben sehr schemenhaft.

Der Schreibstil der Autorin ist gut zu lesen. Sie schreibt aus Meiras Perspektive, was mich manchmal aufgeregt hat, da Meira einfach zu viel nachdenkt. Wäre das ganze in einem personalen Erzählstil gehalten und wäre weniger auf Meiras "ich liebe ihn, aber es geht nicht"-Kampf eingegangen, wäre es mir deutlich einfacher gefallen, das Buch zu lesen. Trotzdem muss ich sagen, dass die Autorin eine grandiose Welt erschaffen hat, die sich mit ihren Worten fantastisch beschrieben hat.


Fazit:
Eine spannende Idee mit einem tollen Weltenbau in einer etwas vollgepackten Umsetzung. Leider konnten mich weder die Charakter noch der Plottwist zu 100% überzeugen. Trotzdem bin ich gespannt wie es weiter geht und hoffe darauf, dass die Fragen, die offen geblieben sind, beantwortet werden!


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