#skandal von Sarah Ockler


Titel: #Skandal
Autor: Sarah Ockler
Veröffentlicht: 2015
Seitenzahl: 416
Verlag: cbt
Serie: Nein.
Genre: Young Adult
Preis: 16,99€


Zur Geschichte:
Heimlich knutschen? Lieber ohne Facebook!
Die perfekte Mischung für einen handfesten Party-Skandal? Das wären: nackte Jungs mit Elfenflügeln und verbotene Küsse! Als Lucy einwilligt, anstelle ihrer BFF zum Abschlussball zu gehen, ahnt sie bereits, wie anstrengend das wird. Immerhin muss sie mit Cole dorthin gehen, Ellies Freund und ihr geheimer Schwarm seit ... ungefähr schon immer. Und dann passiert es: Lucy und Cole küssen sich! Doch bevor Lucy mit Ellie sprechen kann, tauchen die brisanten Beweisfotos auf ihrer Facebook-Chronik auf und ein Shitstorm sondergleichen bricht über sie herein. Wer steckt hinter dieser fiesen Intrige und wie kommt Lucy je wieder aus diesem Schlamassel heraus?

Meine Meinung:
Nach diesem Klappentext habe ich ehrlich gesagt eine relativ flache, highschool, teenie-Story erwartet. Aus diesem Grund war ich positiv überrascht, als Sarah Ockler eine spannende Geschichte kreiert hat, die die Probleme des Internets und den rachsüchtigen Teenagern anspricht.

Die Protagonistin, Lucy, war mir direkt von beginn an sympathisch. Sie ist nich das typische Highschool-Film graue Mäuschen, dass bei jeglicher Erschütterung in seinem Loch verschwindet. Sie ist stark und lässt sich nicht von unterkriegen. Es startet eine Jagd auf die Person, die die Bilder von ihr und Cole veröffentlicht hat, und ein Kampf um ihre beste Freundin.

Das Buch spricht ein paar sehr wichtige Dinge unserer heutigen Gesellschaft an. Zunächst das Cybermobbing. Es wird gezeigt, wie das uns allen bekannte hänseln von früher immense Dimensionen angenommen hat, dank Facebook und co. Zeitgleich wird aber auch die Abhängigkeit von diesen Socialmedia angesprochen, indem fast jeder in diesem Buch entweder FB-süchtig ist oder komplett gegen elektronische Sachen, es gibt kein Mittelding. Ebenfalls wird das allseitsbekannte Slut-Shaming angesprochen. Ich fand es immer wieder schockierend, welche Auswirkungen Lucy tragen musste, während Cole ziemlich locker davon kam.

Der Schreibstil der Autorin hat mir ganz gut gefallen. Er ist relativ simpel gehalten, was zu einem Jugendbuch passt. Die Intrigen, die sie uns darstellt und der Erzählstil haben mich sehr an Gossip Girl erinnert. Auch schon aus dem Grund, dass es die sogenannte "Miss Behave", eine Gossip-Bloggerin, gibt, die jeden Schüler (naja, fast jeden) auseinander nimmt. 

Fazit:
Ein hochaktuelles Buch, welches auf eine spannende und interessante Art zeigt, wie schnell jemand dank Socialmedia zur Zielscheibe von Cybermobbing und Slut-Shaming werden kann. Ich kann dieses Buch vor Allem zum sensibilisieren für Jugendliche empfehlen!

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