Mein Lieblingsneuzugang in Hundeform

Hallihallo ihr Lieben,

Wie einige schon wissen (vor Allem die Leute die mir auf meinem Instagram Account folgen), habe ich seit einigen Wochen einen Hund.

Kurz zur Vorgeschichte: Seit ich 3-4 Monate alt bin, habe ich mit Hunden zusammengelebt. Unser erster Hund, Jody war 3 Jahre alt als er bei uns eingezogen ist. Er war ein richtig toller Hund, der uns leider mit 17 Jahren verlassen hat. Danach kam Fuh, eigentlich Fussel (guckt euch einfach das Bild an.. Das erklärt den Namen, oder? :D). Als ich nach dem Abi ausgezogen bin ist sie bei meinen Eltern geblieben, wo sie immer noch ist und dieses Jahr 10 wird. 
Aber wer schonmal einen Hund hatte, der weiß, wie schwer es ist auf einmal keinen Hund mehr bei sich zu haben.

Immer wieder kam das Gespräch auf, dass ich wieder einen Hund haben möchte, aber dass es ja eine Einschränkung ist (Reise-, aber auch Lebensplanungstechnisch gesehen). Aber natürlich ist es auch eine riesige Bereicherung. Nach monatelangem hin- und her- welches mir gar nicht so bewusst war, hab ich Weihnachten bei meinen Eltern überlegt im hiesigen Tierheim Gassigängerin zu werden. Also jemand, der 2-3 Mal die Woche Abends die Hunde aus dem Tierheim ausführt.

Wieder zurück in Deutschland, hatte sich das Thema eigentlich schon wieder gegessen. Doch irgendwann machte es einfach Klick. Ich habe mit Dozenten gesprochen, mit meiner Chefin in der Bibliothek in der ich arbeite, mit meinen Vermietern. Alle waren positiv und aufgeschlossen gegenüber einem Hund. Und kaum war das geklärt fand ich mich auf der Seite des Tierheims wieder und verliebte mich in einen kleinen rumänischen Streuner namens Dobby (ist der Name nicht zum dahinschmelzen?!). Der erste Besuch im Tierheim verlief gut, nachdem ich erst einmal in Tränen ausgebrochen bin, weil ich natürlich jeden einzelnen der Hund mitnehmen wollte. Auch Dobby war toll und hat in dem Moment meiner Meinung nach total gut gepasst. Leider hat es dann doch nicht gepasst. Eine andere Familie wollte ihn auch unbedingt und da Dobby in einem Rudel großgeworden war und diese Familie noch 3 weitere ältere Hunde hatte (Dobby ist 13), waren sie die bessere Wahl. 

Ich war natürlich am Boden zerstört, nach vielen Gesprächen habe ich mich jedoch damit abgefunden. Hauptsache es geht ihm gut. Dann kam der Anruf vom Tierheim, sie hätten ja noch andere Hunde und vielleicht würde davon einer in Frage kommen. Und plötzlich ging alles ganz schnell. 
Donnerstag Schicht gewechselt, damit ich pünktlich im Tierheim sein konnte. Und da war er. Rogs, ein kleiner, 9 jähriger Tibet Spaniel Rüde, der kürzlich seine Vorbesitzerin verloren hat, da diese gestorben ist. Nach den ersten 10 Minuten im Welpenauslauf mit ihm, waren alle möglichen Zweifel verschwunden. Er war zwar noch etwas groggy, dank Antibiotika die er wegen seiner Kastration bekommen hat, aber trotzdem war der kleine Kerl genau das, was ich mir von einem Hund wünsche. 
Geburtstagskind im Blumenmeer
Nachdem ich 1:30 Stunden bei Rogs war, habe ich direkt einen Termin für Freitag gemacht um mit meinem Freund vorbeizukommen. Zwar hatte er wenig bis garkein Mitspracherecht, aber naja, man muss ja den Schein waren.. :D
Die beiden haben sich beschnuppert und nach 20 Minuten kam von ihm das OK. Also ab Papierkram ausfüllen und schon ging es nach Hause. Der kleine Racker hat sich innerhalb kürzester Zeit eingewöhnt, ich konnte ihn schon an dem folgenden Sonntag von der Leine lassen ohne Angst zu haben, dass er abhaut. Zwar gab es ein paar Anfangsschwierigkeiten (der Herr frisst natürlich nur ganz bestimmtes Futter und lässt alles andere ohne mit den Augen zu zwinkern liegen), die haben sich dann aber doch nach einiger Zeit gelegt.
Wenn Frauchen sagt: "Ooh, setz dich neben den kleinen Baum, dann siehst du aus als wärst du RIESIG" kommt sowas raus
Das ist nun fast 2 Monate her, seitdem haben wir kleinere und größere Abenteuer erlebt, haben seinen Geburtstag gefeiert und die Welt erkundet. Wir sind zu einem eingespielten Team geworden. Jetzt liegt er neben mir auf dem Bett, lässt sich genüsslich den Bauch kraulen und schnarcht. Und ich kann sagen: er war die beste Entscheidung, die ich treffen konnte. 


Ich freue mich, wenn ihr bis hier hin gelesen habt! Ich gehe jetzt den Hund knuddeln :D


Kommentare:

  1. Oh mann, Henny! Ich finde den Bericht so schön, weil du mir absolut aus der Seele sprichst! *.* ich freu mich sehr für dich, dass du wieder einen Hund hast. Der Hund meiner Familie ist im letzten Jahr gestorben und es war ein unglaublicher Verlust für mich, nachdem er mein Leben 13 Jahre lang begleitet hat. Daher kann ich deine Entscheidung und jedes deiner Gefühle so sehr nachvollziehen! Inzwischen wohne ich mit meinem Freund zusammen und alle sind dagegen, dass ich einen Hund ins Haus hole. Von wegen "Du bist dann ja nie da...Der Hund wäre allein" bla bla bla. Immer wenn ich sage, dass man das honbekommt und er nicht allein wäre, schütteln alle den Kopf. Das ist echt scheiße...Daher gratuliere ich dir und Riga, dass ihr so ein tolles Team geworden seid und wünsche euch alles Gute :)
    Ganz liebe Grüße,
    Julia

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    1. Huhu Julia!
      Vielen Dank für deine lieben Worte!
      Ja, so ein Hund ist eine wahnsinns Bereicherung, aber auch viel Verantwortung. Ich habe mir wirklich viele Gedanken gemacht, bevor ich mich dazu entschieden habe. Ich habe in meinem Studium in den nächsten Semestern deutlich mehr Freizeit als bisher, da ich das gröbste hinter mir habe. Und in manche Kurse darf er auch mitkommen, was natürlich vieles erleichtert. Selbst wenn es mal hart auf hart kommt, ist er maximal 2 Stunden alleine. Dazu kommen noch die Nachbarn, die angeboten haben in mal für ein paar Stunden zu nehmen. Klar, habe ich auch meine 10 Minuten am Tag an denen ich mich frage, ob das alles so richtig war, vor Allem wenn es draußen in Strömen regnet und der Hund raus muss :D, aber das hat man glaub ich immer.
      Letztendlich muss man es für sich selbst entscheiden, ob man bereit ist einige Sachen aufzugeben (wir können z.B. nicht mehr ins Kino, ins Theater oder einfach mal spontan in ein Restaurant) und ob man dem Hund gerecht werden kann (2-3 Stunden Gassigehen am Tag ist viel Zeit die für andere wichtige Dinge wegfällt). Und das mit dem Urlaub... Naja. :D
      Alles Liebe
      Henny

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  2. Huhu,

    dein Neuzugang ist wirklich zuckersüß und etwas ganz besonderes. Ich hatte auch schon Hunde und weiß wie besonders die ersten Tage sind und das sich annähern und beschnuppern. Ich wünsche dir ganz viel Spaß mit deinem Hund!
    Auf meinem Blog läuft aktuell ein Gewinnspiel, vielleicht hast du ja Lust vorbei zu schauen: Gewinnspiel

    LG
    Bettina

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