All the strangest things are true von April Genevieve Tucholke


Titel: All the strangest things are true
Autor: April Genevieve Tucholke
Veröffentlicht: 2017
Seitenzahl: 224
Verlag: Thienemann
Serie: Nein. 
Genre: Young Adult
Preis: 14,99€

Zur Geschichte:
Wink: ein bisschen seltsam, zurückhaltend, mit wildem rotem Haar und einer ausufernden Fantasie. Poppy: das schöne Biest, das alle manipuliert, aber den nicht bekommt, den sie eigentlich haben will. Midnight: ein unsicherer Junge, hin- und hergerissen zwischen beiden. Sie alle erzählen ihre Geschichte. Eine Geschichte, in der die verrücktesten Dinge wahr sind. Was ist wirklich passiert? Jemand weiß es. Jemand lügt. Wem kannst du trauen?

Meine Meinung:
Der Klappentext hat mich direkt neugierig gemacht, da ich Psychospielchen immer sehr unterhaltsam finde und gerne bis zum Schluss keine Ahnung habe wie es endet. Aus diesem Grund habe ich direkt das Buch angefragt und als es auf meinem Reader ankam, sofort verschlungen.

Zunächst geschieht sehr wenig. Wir lernen langsam die drei Protagonisten: Wink, Poppy und Midnight kennen und merken bald, dass es schwer ist zu entscheiden, wer die Wahrheit erzählt. Viel mehr passiert auf den ersten 150 Seiten nicht. Erst dann beginnt die Geschichte ein wenig fahrt aufzunehmen, jedoch endet sie dann abrupt mit dem Ende.

Die drei Protagonisten sind alle einzigartig und selbst wenn die Namen zu Beginn der Kapitel gefehlt hätten, wäre klar gewesen um wen es sich handelt. Wink ist das komische Nachbarsmädchen von Midnight mit mehr Geschwistern als man zählen kann. Alle denken sie ist ein bisschen sonderbar und behandeln sie als wäre sie verrückt. Sie legt es jedoch in manchen Situationen auch darauf an. Sie mag Märchen und Abenteuerbücher und sucht nach einem Held. Sie kam mir ein bisschen benebelt vor, als wäre sie in einer Märchenwelt gefangen, naiv und kindlich.
Poppy ist das IT-Girl der Schule. Alle mögen sie, alle wollen mit ihr befreundet sein. Aber auch alle haben angst vor ihr, denn sie ist gemein und berechnend und macht kein Halt davor andere zu demütigen. Sie war mir zu Beginn des Buches am unsympathischsten, im Laufe der Geschichte erfährt man jedoch ein wenig über ihre Gründe und sie taut langsam auf.
Midnight ist der Mittelpunkt der Buches, quasi der Haupt-Protagonist. Er steht zwischen Poppy und Wink, sowohl in emotionaler als auch in physischer Hinsicht. Er ist der Held den Wink sucht und der den bösen Drachen töten soll. Es ist eine komische Art einer Dreiecksbeziehung, ohne Beziehung.

Der Schreibstil der Autorin ist auf jeden Fall der größte Pluspunkt dieses Buches. Mysteriös, spannend und poetisch erzählt und April Genevieve Tucholke die Geschichte der drei Protagonisten. Sie bedient sich an Wiederholungen, fügt Metaphern ein und schafft nach und nach eine wunderliches aber auch verlockendes Ambiente. Leider konnte dieses Ambiente das nicht-Geschehen nicht wettmachen. 

Fazit:
Ein interessantes Buch, welches mich nicht vom Hocker gerissen hat, aber ein paar spannende Lesestunden bereitet hat.
Vielen Dank an Thienemann Esslinger für die Bereitstellung des Rezensionsexemplars!

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