Tomaten-Mozzarella Panini

Hallihallo ihr Lieben! 
Nach Monaten, kommt heute wieder ein Random Sunday. Der Sinn eines Random Sunday ist es über Themen zu sprechen bzw. zu schreiben, die wenig Bezug zu Büchern haben, die ich aber trotzdem gerne mit euch teilen würde. Heute geht es um ein Rezept, nach dem ich regelrecht süchtig bin: dem Tomaten-Mozzarella Panini. Bei dem Wetter da draußen, den Klausuren die anstehen und der Sehnsucht nach Freizeit, hole ich mir mit diesen kleinen Leckerbissen ein bisschen Urlaub nach Hause!
Ihr benötigt:
-Ciabatta-Brötchen
-1 Reife Romatomate
-Mozzarella 
-Baby Spinat
-frisches Basilikum
-Pinienkerne 
-2 Knoblauchzehen 
-Olivenöl 
-Salz 
-Pfeffer 
-Mozzarella 

1: Stellt den Ofen auf 200ºC. Während der Ofen aufheizt, wascht die Tomaten und würzt sie mit Olivenöl, Salz und Pfeffer. Dann legt ihr die auf ein Backblech und stellt sie in den Ofen (mittlere Schiene), bis die Haut anfängt zu schrumpeln. Auf ein separates Backblech verteilt ihr die Pinienkerne und schiebt sie auf die unterste Schiene des Ofens. (Falls euer Focaccia/Ciabatta aufgebacken werden muss, sollte das vor den Tomaten geschehen)

2: Während die Tomaten und die Pinienkerne im Ofen sind, wascht ihr die Basilikumblätter und werft diese mit den beiden geschälten Knoblauchzehen und etwas Olivenöl in den Mixer und püriert das Pesto solange, bis ihr die Konsistenz habt, die ihr haben wollt. 

3: Holt sowohl die Pinienkerne als auch die Tomaten aus dem Ofen und lasst sie kurz abkühlen. Dann hackt ihr die Pinienkerne in kleine Stücke, die ihr anschließend zum Pesto gebt. 

4: Schneidet euer Brot in der Mitte durch und bestreicht beide Seiten mit dem Pesto. Anschließend belegt ihr die untere Hälfte des Brots mit einigen Blättern des Babyspinats und den geschnittenen Ofen-Tomaten. Die obere Hälfte belegt ihr mit dem in Scheiben geschnittenen Mozzarella.

5: Die Brothälften kommen nun für 5-10 Minuten in den Ofen. Sobald der Käse geschmolzen ist und die Brote knusprig genug sind, könnt ihr die beiden Hälften nach gusto mit Salz und Pfeffer würzen und zusammenklappen, et voilà.


Anmerkungen: Da ziemlich viel Pesto rumkommt, kann man dieses auch für Pasta oder einfach als Dip benutzen. Es hält sich ca. 3 Tage im Kühlschrank.



Lasst uns schweigen wie ein Grab von Julie Berry


Titel: Lasst uns schweigen wie ein Grab 
Autor: Julie Berry
Veröffentlicht: 2014
Seitenzahl: 304
Verlag: Thienemann Esslinger
Serie: Nein.
Genre: Jugendbuch
Preis: 12,99€


Zum Cover:
Ich finde das Cover wirklich sehr schön. Die Farben sind schön gewählt und die Perspektive ist komplett neu. Das Cover hebt sich wirklich von anderen Büchern ab. Obwohl es gezeichnet ist, sieht es nicht aus wie ein Kinderbuch, was ich sehr gut finde, weil der Inhalt garantiert nicht für Kinder ist.

Zur Geschichte:
Als bei dem routinierten Sonntagsessen auf einmal sowohl die Schuldirektorin als auch ihr Bruder tot umkippen, stehen die Schülerinnen des Mädcheninternats Saint Etheldreda vor der Wahl: entweder sie melden den Tod ihrer Schulleiterin und werden nach Hause geschickt oder sie sagen nichts und bleiben zusammen. Die Wahl fällt nicht schwer und schon bald schaufeln die Mädchen ein Loch in den Garten. Doch so einfach ist die Vertuschung nicht, die Mädchen erzählen immer mehr Lügen und das, obwohl der wahre Mörder immer noch auf freiem Fuß ist.
Meine Meinung:
Die Autorin wirft uns direkt in den Tatort kurz vor der Tat. Die unschuldigen Mädchen machen einen lieben, etwas von ihrer Schulleiterin genervten Eindruck. Doch das ändert sich sehr bald. Kaum sind Schulleiterin und Bruder umgekippt, zeigen sie ihr wahres Gesicht. Und das wird unheimlich lustig.

Wir werden direkt mit sieben Protagonistinnen konfrontiert: Mary Jane "ungeniert", Martha "einfältig", Alice "robust", Kitty "schlau", Louise "pockennarbig", Elinor "düster" und Roberta "liebenswert". Trotz der Beinamen, die ein bisschen zur Unterscheidung beitragen, muss ich ehrlich gestehen: bis auf Alice, Kitty und Elinor habe ich die anderen zu Beginn konstant durcheinander geworfen. Irgendwann wurde es dann besser, aber bis ich dabei angekommen war, war es doch etwas nervig.

Die Mädchen sind alle ungefähr zwischen 12 und 18 Jahre alt. Es war etwas gewöhnungsbedürftig, dass auch schon die 12-jährigen so abgebrüht sind, aber wenn man bedenkt, dass das Buch im 19. Jahrhundert spielt, erklärt sich einiges. Die Sieben haben sich im Laufe des Buches von einer Gruppe junger Frauen zu einer eingeschworenen Gemeinschaft entwickelt, die mit mehr Glück als Verstand ihr Spiel versucht aufrecht zu erhalten. Dabei entstehen ungewollt komische Situationen, die einen als Leser zum schmunzeln bringen können und mir nicht nur ein lautes Lachen hervorgerufen haben.

Auch der Schreibstil der Autorin ist an die Zeit angepasst. Während es zu Beginn etwas hochgestochen klingt, trägt dieser Schreibstil einen großen Teil dazu bei, dass ich mich zu 100% in die Geschichte und in die Zeit einfühlen konnte. Ich habe mich innerhalb weniger Seiten in das 19. Jahrhundert zurückversetzt gesehen und wurde auf einmal zu einer Komplizin der Mädchen.

Fazit:
Eine lustige, unterhaltsame Geschichte, welche mit viel schwarzem Humor gespickt ist und mir humorvolle Lesestunden bereitet hat. 


To all the boys I've loved before von Jenny Han


Titel: To all the boys I've loved before
Autor: Jenny Han
Veröffentlicht: 2016
Seitenzahl: 352
Verlag: Hanser
Serie: Ja.
1. To all the boys I've loved before
2. P. S. I still love you
3. Always and Forever, Lara Jean (ET (Englisch): April 2017)
Genre: Jugendbuch
Preis: 16,00€

Zum Cover:
Das Cover ist richtig schön! Als ich das Buch bekommen habe, war ich erst sehr erschrocken über das helle Cover in Kombination mit dieser Art von Umschlag, die ja eigentlich unversiegelte Pappe ist (was übrigens super schön aussieht). Ich hab gedacht ich kann das Buch keine 2 Meter im Rucksack transportieren ohne es komplett zu versauen, aber: falsch gedacht, der Umschlag ist erstaunlich robust. Gott sei Dank, denn das Cover ist umwerfend schön!

Zur Geschichte:
Lara Jean hatte noch nie einen Freund. Das heißt aber nicht, dass sie noch nie verliebt war. Sie hat sich nie getraut ihre Gefühle auszusprechen, hat aber stattdessen Briefe geschrieben, durch die sie sich von ihren Gefühlen verabschiedet hat. Diese hat sie dann verschlossen in einer Hutschachtel aufbewahrt und nie abgeschickt. Bis auf einmal die Hutschachtel verschwindet und einer ihrer ehemaligen Schwärme mit einem Brief in der Hand vor ihr steht. Dem Brief den Lara Jean ihm geschrieben hat...

Meine Meinung:
Ich habe die Burn for Burn-Reihe der Autorin und Siobhan Vivian hat mir so gut gefallen, dass ich unbedingt die neue Reihe von Jenny Han lesen musste! Ich konnte es also kaum erwarten, dass das Buch auf dem deutschen Markt erscheint. Und ich muss sagen: es hat sich gelohnt zu warten!

Die Geschichte wird von Lara Jean erzählt. Sie, ihre ältere Schwester Margot und ihre jüngere Schwester Kitty wohnen zusammen mit ihrem Vater in einer Kleinstadt. Ihr Nachbar, Josh, der gleichzeitig auch der Freund von Margot ist, verbringt so gut wie jeden Tag bei ihnen und ist ein Teil der Familie. Doch Margot ist fertig mit der Schule und geht nach Schottland zum studieren. Lara Jean muss nun die Verantwortung die Margot getragen hat übernehmen. Wir werden direkt zu Beginn mit Margots Abreise und dem Kummer der zurückgebliebenen konfrontiert, aber auch Lara Jeans Unsicherheit und ihre Angst werden dargestellt, da sie nun quasi auf sich allein gestellt ist.

Lara Jean ist ein 16 jähriges Schulmädchen, das sich wie eine 12-Jähriges Schulmädchen verhält. Ich war zwar nicht direkt genervt von Lara Jean, aber manchmal hätte ich sie zu gerne eine Klippe runtergeschubst. Ich meine: Ein privilegiertes, verwöhntes Mädchen jammert fast ausschließlich darüber, dass der Freund ihrer Schwester sie nicht liebt, bis er es auf einmal doch tut. Dann rennt sie auf einmal weg. Was zur Hölle?! Nachdem Margot abgereist ist, wird Lara Jean von Seite zu Seite ein klein wenig stärker und unabhängiger. Aus der gefühlten 12-Jährigen wurde eine gefühlte 14-Jährige. Naja.. Wenigstens ein kleiner Fortschritt.
Was mir gefallen hat, ist das Lara Jean keine überwältigende Schönheit, mega besonders oder was man auch sonst immer in typischen YA-Büchern findet war. Sie war greifbar, ein bisschen nerdig und kein Überflieger. Das hat sie mir deutlich sympathischer gemacht.
ABER! Perfektion darf natürlich nicht fehlen: Peter. War ja klar, dass sich mega-super-hyper gutaussehend-Peter mit Lara Jean zusammentut. Sie waren schließlich mal Freunde. Unheimlich logisch und so... Gott sei Dank war er ein bisschen erwachsener als Lara Jean und hat das Buch damit ein auf das Jugendbuch-Niveau gehoben, ohne ihn wären wir in der Kinderbuch-Kategorie geblieben.

Auch wenn ich einige Sachen an der Protagonistin zu bemängeln habe, ist das Buch echt süß und zwischenzeitlich auch lustig. Die Geschichte ist schön, bringt zwischenzeitlich zum Nachdenken und behandelt ein paar ernstere Themen ohne in die depressive Abteilung abzurutschen. Vor allem Kitty hat viele Situationen durch ihre fast dreiste Art und Weise aufgelockert und hat mir viele Schmunzler entlockt. Zwar wird man als Leser mit ein paar künstlich dramatischen Situationen beworfen, trotzdem passt das ganze irgendwie zusammen. Nach den ersten 50 Seiten konnte ich gar nicht mehr aufhören zu lesen!

Der Schreibstil von Jenny Han ist super einfach zu lesen. Ich habe das Buch innerhalb eines Tages durchgelesen (nach Anfangsschwierigkeiten, weil Lara Jean einfach so ein hässlicher Name ist) und war danach versucht Band 2 direkt als ebook zu kaufen, damit ich sofort weiterlesen konnte. Trotzdem hatte ich manchmal das Gefühl, dass ihre Jugend schon länger her ist bzw. die 16-Jährigen die sie kennt etwas naiv sind.. Ich kann mir sonst nicht vorstellen wie sie eine so kindische Protagonistin zustande kommt (Neeeein, Margot und Josh waren 3 Jahre zusammen und haben garantiert nicht miteinander geschlafen....). Nennen wir es: unbeschmutzte Jugend. 

Fazit:
Eine süße, lockere Geschichte die ein paar ernstere Themen anspricht, dabei aber ihren Witz nicht verliert. Ich bin gespannt auf Band 2!
Vielen Dank an Vorablesen.de und die Hanser Literaturverlage für die Bereitstellung des Rezensionsexemplars 



Regalfutter im August

Hallo ihr Lieben!
Der August lockt mit vielen Neuerscheinungen die einem den Wunsch hinterlassen sich einfach zu verkriechen und zu lesen. Es wird spannend, romantisch und ein bisschen abgefuckt. Dazu kommen zwei von mir heiß erwartet Reihenabschlüsse und eine Fortsetzung, der ich schon lange entgegenhibbel. Für etwas Abwechslung sorgt der letzte Titel der Liste, dessen Klappentext zwar nicht spektakulär wirkt, dessen Rezensionen jedoch Bände sprechen!

Dark Wood von Thomas Finn
Die Handlung: Ein gnadenloser Kampf ums Überleben
Die Schauplätze: Norwegens undurchdringliche Wälder. Ein unheimliches Höhlensystem. Ein geheimes Militärlager aus dem Zweiten Weltkrieg mit Forschungslabor. Ein uraltes Wikingergrab. Die Charaktere: sechs Angestellte einer Hamburger Werbeagentur, vier Männer, zwei Frauen, die sich nicht besonders mögen. Das TV-Team einer neuen Reality-Show. Ein Verräter. ETWAS, das in den Wäldern lauert: uralt, grausam – und ansteckend!



Elanus von Ursula Poznanski 
Jona ist siebzehn und seinen Altersgenossen ein ganzes Stück voraus, was Intelligenz und Auffassungsgabe betrifft. Allerdings ist er auch sehr talentiert darin, sich bei anderen unbeliebt zu machen und anzuecken. Auf die hervorgerufene Ablehnung reagiert Jonas auf ganz eigene Weise: Er lässt sein privates Forschungsobjekt auf seine Neider los: eine Drohne. Klein, leise, mit einer hervorragenden Kamera ausgestattet und imstande, jede Person aufzuspüren, über deren Handynummer Jona verfügt. Mit dem, was er auf diese Weise zu sehen bekommt, kann er sich zur Wehr setzen gegen Spott und Häme. Doch dann erfährt er etwas, das besser unentdeckt geblieben wäre, und plötzlich schwebt er in tödlicher Gefahr.


Das Juwel 2 - Die weiße Rose von Amy Ewing
Violet ist auf der Flucht. Nachdem die Herzogin vom See sie mit Ash, dem angestellten Gefährten des Hauses, ertappt hat, bleibt Violet keine Wahl, als aus dem Palast zu fliehen oder dem sicheren Tod ins Auge zu sehen. Zusammen mit Ash und ihrer besten Freundin Raven rennt Violet aus ihrem unerträglichen Dasein als Surrogat der Herzogin davon. Doch das Juwel zu verlassen ist alles andere als einfach. Auf ihrem Weg durch die Kreise der Einzigen Stadt verfolgen die Regimenter des Adels sie auf Schritt und Tritt. Die drei Geflohenen schaffen es nur äußerst knapp, sich in die sichere Umgebung eines geheimnisvollen Hauses in der Farm zu retten. Hier befindet sich das Herz der Rebellion gegen den Adel. Zusammen mit einer neuen Verbündeten entdeckt Violet, dass ihre Gabe sehr viel mächtiger ist, als sie sich vorstellen konnte. Aber ist Violet stark genug, sich gegen das Juwel zu erheben?


Selection 5 - Die Krone von Kiera Cass
Die große Liebe, das große Finale - darauf haben alle ›Selection‹-Fans gewartet! Als das Casting begann, war Eadlyn wild entschlossen, sich nicht zu verlieben und keinen der Bewerber an sich heranzulassen. Doch nun muss sie sich eingestehen, dass einige von ihnen doch Eindruck bei ihr hinterlassen haben: Henri, der charmante Lockenkopf, und sein bester Freund Erik. Der aufmerksame und rücksichtsvolle Hale. Der selbstsichere und attraktive Ean. Und natürlich Kile, Eadlyns Lieblingsfeind aus Sandkastenzeiten, der sie zu ihrem Ärger immer wieder aus der Reserve lockt. Sie alle haben es geschafft, einen Platz in Eadlyns Welt zu erobern. Aber wird es auch jemand in das Herz der Prinzessin schaffen?





Dark Elements 3 - Sehnsuchtsvolle Berührung von Jennifer L. Armentrout
Wer die Wahl hat, hat die Qual – Layla weiß bald nicht mehr, wo ihr der Kopf steht, vom Herzen ganz zu schweigen. Die dunkle Seite der Macht lockt in Gestalt des sexy Dämonen-Prinzen Roth, der die Abgründe ihrer Seele besser kennt als jeder andere. Aber da ist auch noch der attraktive Wächter Zayne, ihre plötzlich gar nicht mehr so unerreichbare Jugendliebe. Während sie noch mit ihren verwirrenden Sehnsüchten ringt, droht ein höllischer Feind alles zu vernichten, was ihr wichtig ist. Hoffnungslos verstrickt in ein Gespinst aus Lügen und Geheimnissen, bleibt Layla nur die Flucht nach vorn – in einen Krieg, den sie unmöglich allein gewinnen kann...



Die Vegetarierin von Han Kang
»Bevor meine Frau zur Vegetarierin wurde, hielt ich sie für nichts Besonderes. Bei unserer ersten Begegnung fand ich sie nicht einmal attraktiv. Mittelgroß, ein Topfschnitt, irgendwo zwischen kurz und lang, gelbliche unreine Haut, Schlupflider und dominante Wangenknochen. So fühlte ich mich weder von ihr angezogen noch abgestoßen und sah daher keinen Grund, sie nicht zu heiraten.«
Yeong-hye und ihr Ehemann sind ganz gewöhnliche Leute. Er geht beflissen seinem Bürojob nach und hegt keinerlei Ambitionen. Sie ist eine zwar leidenschaftslose, aber pflichtbewusste Hausfrau. Die angenehme Eintönigkeit ihrer Ehe wird jäh gefährdet, als Yeong-hye beschließt, sich fortan ausschließlich vegetarisch zu ernähren und alle tierischen Produkte aus dem Haushalt entfernt. »Ich hatte einen Traum«, so ihre einzige Erklärung. Ein kleiner Akt der Unabhängigkeit, aber ein fataler, denn in einem Land wie Südkorea, in dem strenge soziale Normen herrschen, gilt der Vegetarismus als subversiv. Doch damit nicht genug. Bald nimmt Yeong-hyes passive Rebellion immer groteskere Ausmaße an. Sie, die niemals gerne einen BH getragen hat, fängt an, sich in der Öffentlichkeit zu entblößen und von einem Leben als Pflanze zu träumen. Bis sich ihre gesamte Familie gegen sie wendet.




All die schönen Dinge von Ruth Olshan



Titel: All die schönen Dinge
Autor: Ruth Olshan
Veröffentlicht: 2016
Seitenzahl: 304
Verlag: Oetinger
Serie: Nein.
Genre: Jugendbuch
Preis: 14,99€


Zum Cover:
Ich finde das Cover irgendwie süß, aber ein bisschen zu kindisch für das doch sehr ernste Thema. Ich hätte bei diesem Cover eher etwas Bibi und Tina-mäßiges erwartet. Generell empfinde ich beim Anblick des Buches eher das Gefühl ein Kinderbuch in der Hand zu haben als ein Jugendbuch.

Zur Geschichte:
Tammie hat ein Aneurysma. Seit der Diagnose muss die 16-Jährige alle Anstrengungen vermeiden, da dieses sonst platzen könnte und sie entweder daran stirbt oder zu einem Pflegefall wird. Es ist also nicht verwunderlich, dass der Tod eine große Rolle in Tammies Leben spielt und sie ein merkwürdiges Hobby entwickelt: die Suche nach dem perfekten Spruch für den eigenen Grabstein. Etwas makaber, aber durch dieses Hobby lernt sie eines Tages einen Jungen auf dem Friedhof kennen und schon bald verändert sich ihr Blick auf die Dinge.

Meine Meinung:
Der Klappentext des Buches lässt an eine traurige Geschichte über ein krankes Mädchen denken, das ist jedoch so weit gefehlt, weiter geht es quasi gar nicht mehr. Schon in den ersten Sätzen wird klar, dass Tammie kein depressives Mädchen ist, dass sich in sich selbst verkriecht. Während ihre Eltern mit der Diagnose zu kämpfen haben, nimmt sie diese deutlich lockerer auf und macht das beste daraus. Mit viel Humor beschreibt die Autorin die Geschichte der jungen Tammie und ihrer Familie.
Alles schön und gut, doch wohin soll das Buch führen? Die ganze Zeit über war ich mir nicht sicher, was eigentlich das Ziel der Geschichte sein sollte. Ja, ich bin jemand der nach einem Ziel sucht. Eine Entwicklung der Geschichte in eine gewisse Richtung ist mir wichtig. Sonst kann ich ja auch ein Buch über meinen Einkauf verfassen dessen letzte Seiten beschreiben wie ich den Supermarkt ohne Einkauf verlasse. Sinnlos.

"Wenn er platzt und das Blut mein Gehirn überschwemmt, ist das wie ein Tsunami, der sich über eng bebaute Straßen ergießt und alles mit sich reißt. Und ich sterbe dann oder ende als Fallobst im Rollstuhl" (Seite 17).

Tammie ist mir von Beginn an sympathisch gewesen. Sie hat sich mit dem Aneurysma auseinandergesetzt, versinkt aber nicht in Depressionen, sondern lebt einfach weiter. Der Humor mit dem sie ihre Situation beschreibt, zeigt was für eine starke junge Frau sie ist.
Was mich an ihr gestört hat, ist dass sie selbst nicht eingesehen hat, dass ihre Eltern die Diagnose auch verarbeiten müssen und einfach auch mal Zeit mit ihr verbringen wollen. Ich fand es unheimlich egoistisch von ihr, wie sie mit ihren Eltern umgegangen ist. Ja, sie wird wahrscheinlich sterben, aber ihre Eltern bleiben zurück und wollen schöne Erinnerungen habe und nicht in einem leeren Zimmer stehen, weil Tammie meinte sie müsse alles wegwerfen. Das zwischenmenschliche hat mir hier in einem großen Maße gefehlt und ich hätte mir mehr Tiefe in der Beziehung gewünscht.
Fynn.. Hach ja. Ich weiß, er sollte süß und toll und liebenswert sein. Und natürlich wahnsinnig gut aussehen. Aber irgendwie kam nichts davon bei mir an. Nicht nur, dass er zu perfekt war, ich konnte ihm einfach nicht folgen. Er wurde so oberflächlich gehalten, dass die übertrieben schnell aufgekommene Beziehung zu Tammie mich in keinster Weise berührt hat. Auch wenn er quasi der Ansporn war, Tammie wieder auf die "happy side" des Lebens zurück zu holen, steckte nichts dahinter.
Am alles besten fand ich Okay. Okay ist Fynns Hund und Hunde sind einfach toll. Er war lustig, süß und hat mich als einziges wirklich berührt. Es liegt vielleicht daran, dass Tiere die besseren Menschen sind oder daran, dass es in den richtigen Momenten das richtige getan hat, ganz betiteln kann ich es nicht, aber er war derjenige der mir das Gefühl gegeben hat, die Geschichte geht weiter.

Der Schreibstil der Autorin ist locker und das Buch lässt sich flüssig lesen. Ihre Sätze sind kurz und bündig, sind aber mit Gefühlen versehen. Es sind bestimmte Arten eine Satz zu formulieren, die mich das Buch immer weiter lesen ließen. Trotzdem konnte die Geschichte mich nicht mitreißen. 
Fazit:
Ein schönes Debüt der Autorin Ruth Olshan, welches durch einen poetischen Schreibstil und eine wunderschöne Idee besticht, aber leider an der Umsetzung versagt. Bei so einem Thema erwarte ich Drama, Gefühle und Tiefe, davon war wenig bis nichts vorhanden.


10 Bücher, die ich gerne als nächstes lesen möchte

Jeden Donnerstag gibt es Top Ten Thursday auf Steffis Bücher Bloggeria mit einem neuen Thema!

Die Liste ist nicht entscheidend für die Reihenfolge :D

Britt-Marie war hier von Fredrik Backman


Titel: Britt-Marie war hier
Autor: Fredrik Backman
Veröffentlicht: 2016
Seitenzahl: 384
Verlag: Fischer Krüger
Serie: Nein.
Genre: Roman
Preis: 19,99€


Zum Cover:
Ich finde es toll, das alle Cover von Fredrik Backman einzigartig sind. Man erkennt sofort, dass es sich um ein Buch von ihm handelt. Was ich sehr schön finde, ist dass die Schrift sich ändert. Ich habe das bei "Oma lässt grüßen und sagt, es tut ihr leid" noch bemängelt. Aber ich habe erkannt was der Verlag sich dabei gedacht hat. Glaub ich jedenfalls. Und zwar: Bei Ove und bei Britt-Marie handelt es sich um fast die gleiche Schrift. Eine erwachsene Schrift. Während die bei Ove etwas härter ist, ist die bei Britt-Marie etwas verspielter (man beachte das M von Mann und Marie). Bei Oma dagegen ist es eine kindliche Schrift. Die Protagonistin ist ein Kind. TADA! Also hat selbst die Schrift mit dem Charakter zutun, was ich als eine sehr schöne Idee empfinde.

Zur Geschichte:
"Wäre Kent hier..." Britt-Marie hat ihr gesamtes Leben für andere gelebt. Erst war es ihre Mutter, dann ihr Ehemann und dessen Kinder aus erster Ehe. Nachdem Kent sie jedoch jahrelang betrogen hat, sammelt die mittlerweile 63-jährige Britt-Marie ihren gesamten Mut zusammen und verlässt ihn. Sie, die seit 40 Jahren nicht mehr gearbeitet hat, muss sich nun alleine durch das Leben kämpfen. Und schon bald erkennt sie, dass es im Leben mehr gibt als die Wünsche anderer.

Meine Meinung:
Das Buch beschäftigt sich mit einer der irritierendsten und einzigartigsten Personen, die ich in einer sehr langen Zeit kennenlernen durfte. Britt-Marie, die als unsensible, penetrante und passiv-aggressive Nachbarin in "Oma lässt grüßen und sagt, es tut ihr leid" aufgefallen ist, bekommt in diesem Buch ihre eigene, ganz persönliche Bühne.
Nach 40 Jahren eine Ehe zu verlassen ist nicht einfach. Nach 40 Jahren wieder auf eigenen Beinen zu stehen noch weniger. Doch Britt-Marie hat genug davon nicht gesehen zu werden, als selbstverständlich angesehen zu werden. Also packt sie ihre Taschen und sucht sich beim Arbeitsamt einen Job. Mit Arbeitserfahrung, die offiziell nicht als Arbeitserfahrung, sondern als Hausfrauenzeug angesehen wird, eine schwere Aufgabe. Britt-Maries penetrante Art und Weise, ihre Beharrlichkeit und ihre Ausdauer beschaffen ihr eine Arbeitsstelle in Borg, als Leiterin eines Jugendzentrums.
(Ich muss hier mal kurz einwerfen: nein, es gibt kein Dorf namens Borg. Wenn ihr danach googeln wollt, landet ihr bei Bildern aus den Star Trek Filmen.. :D)

Britt-Marie hat eine definitive Zwangsstörung. Absolut alles muss sauber sein, so sauber, dass man davon essen könnte, nur damit sie es daraufhin nochmal putzt und nochmal und nochmal... Diese Charaktereigenschaft hat es mir zu Beginn etwas schwer gemacht Britt-Marie näher zu kommen. Ihre Art über Sachen zu denken ist eigenartig, etwas anstrengend, aber irgendwie auch verdammt liebenswürdig. Sie wird in eine für sie vollkommen ungewohnte Situation geworfen. Entscheidungen hat immer Kent getroffen. Auch die sozialen Kontakte wurden weniger von ihr als von Kent geführt. Sie war immer nur da und hat geputzt. Nach und nach schafft sie es ihre Angewohnheiten zu lockern. Die Ratte, die sie zu Beginn verjagen wollte, bekommt jeden Abend um 6 ein Stück Snickers. Um Punkt 6. Wir sind ja Menschen. Die Kinder, die sich beim Fußball spielen von oben bis unten einsauen stehen vor ihrer Tür und wollen reinkommen. Dreckig. Aber Britt-Marie hat ja keine Vorurteile.
Sie ist genau das, was ich als "socially awkward" definieren würde. Sie hat so lange keinen Kontakt mehr mit Menschen gehabt, dass sie keine Ahnung hat, wie man miteinander umgeht. Das ihr Mann verbal übergreifend wurde, hilft dabei auch nicht wirklich, eher im Gegenteil. Nach Jahren der emotionalen Vernachlässigung versucht sie nett zu sein und haut dabei so manche Sachen raus, die so ungewollt beleidigend sind, dass sie schon wieder lustig sind. Also putzt sie um ihre Zuneigung zu zeigen.
Genau wie bei Ove haben wir bei Britt-Marie eine schleichende Charakterentwicklung. Das faszinierende ist, dass diese Entwicklung auf beiden Seiten stattfindet. Sowohl Britt-Marie als auch der Leser entwickeln sich weiter. Mit kleinen Schritten geht es voran und schon bald erkennt man wie viel mehr ein Mensch eigentlich ist, als nur dass was man von ihm sieht.
Die Magie, mit der Fredrik Backman seine Charaktere bestückt, findet sich auch in Britt-Marie wieder. Er schafft es die anstrengendsten Persönlichkeiten zu liebenswerten zu wandeln in dem er einfach nur ein Blick auf ihr Leben wirft. Im Laufe des Buches bildet sich ein Bild von einer Frau, die vom Leben gezeichnet wurde, die nie die Aufmerksamkeit bekommen hat die sie verdient hätte und die nie als wichtig galt. Das Bild einer Frau, die nie für sich selbst gelebt hat. Einer Frau, die anstrengend zu mögen, aber unheimlich einfach zu lieben ist.

Es gibt eigentlich nur eine perfekte Beschreibung für Fredrik Backmans Schreibstil: emotional einfach. Seine Sätze sind knapp, mit wenigen Worten aber mit so vielen Gefühlen vollgepackt, dass ein Fußballstadion nicht groß genug ist. Genau diese Details sind es die mich in seinen Büchern versinken lassen und mich auch noch Jahre später begleiten.

Fazit:
"Britt-Marie war hier" ist das perfekte Beispiel für Fredrik Backmans Können, eine wundervolle Geschichte um eine offensichtlich uninteressante Person zu bauen. Fredrik Backman sieht Menschen als ein Gesamtbild ihrer Geschichte und schafft es dieses Bild in seinen Büchern aufzugreifen und zu vermitteln. Von mir gibt es eine uneingeschränkte Leseempfehlung.


Weitere Bücher von Fredrik Backman:
(Ein Klick auf das Bild um zur Rezension zu gelangen)
Vielen Dank an Fischer Krüger für die Bereitstellung des Rezensionsexemplars.


Die Überlebenden - Blut und Feuer von Alexandra Bracken


Titel: Die Überlebenden -  Blut und Feuer
Autor: Alexandra Bracken
Veröffentlicht: 2016
Seitenzahl: 608
Verlag: Goldmann
Serie: Ja.
3. Die Überlebenden - Blut und Feuer
Genre: Dystopie
Preis: 12,99€

Zum Cover:
Das Cover passt perfekt zu den anderen Covern der Reihe. Auch wenn ich von denen von Band 1 und 2 nicht 100%ig überzeugt war, finde ich die Reihe sieht zusammen wirklich toll aus.

Zur Geschichte:
Nachdem Ruby und ihre Freunde Clancy gefangen genommen haben. Auf der einen Seite eine gute Idee, da der Sohn des Präsidenten wahrscheinlich mehr über das Virus weiß als er zugibt, auf der Anderen eine Schlechte, da Ruby die einzige ist, die seine manipulativen Kräfte eindämmen kann. Das Ziel der Gruppe ist es die anderen Kinder auf den Lagern, in welche sie gesperrt wurden, zu befreien, doch nur ein unaufmerksamer Moment und Clancy könnte die gesamte Mission in Gefahr bringen.

Meine Meinung:
Die Geschichte beginnt holprig. Leider sogar sehr holprig. Ich hab mich die ersten 300 Seiten komplett verloren vorgefunden. Ich konnte keine Namen mehr zuordnen und.. was war eigentlich in Band 2 passiert? Um dieses Gefühl der Verlorenheit zu umgehen, hätte die Autorin ein paar Details aus den ersten Bänden einfließen lassen können. Natürlich bezieht sie sich zwischendurch auf Geschehnisse, die vor diesem Band geschehen waren. Jedoch, Nico hat seine Freunde verraten, ja, aber, wie geschah das noch gleich? Immer wieder kamen Andeutungen, welche aber keine grandiosen Erinnerungen mit sich brachten. So habe ich in diesen 300 Seiten das Buch regelrecht gehasst! Aber ich breche Bücher ja nicht so gerne ab, schon gar keine Reihen Abschlüsse! Also ging es weiter und ich muss sagen: ich habe es keineswegs bereut.
Während die ersten 300 Seiten einfach nur doof und langweilig waren, waren die letzten 300 der Hammer. Ich konnte das Buch gar nicht mehr aus der Hand legen so überwältigt war ich von der Geschichte die Alexandra Bracken erschaffen hat!

Ruby entwickelt sich in diesem Band extrem weiter. Zu Beginn ist sie die nervige "ich kann alles, ihr seid mir alle egal"-Heldin. Die Art Heldin, der man gerne mal ins Gesicht schlagen will, weil sie denkt sie wäre das Nonplusultra und bei jedem Fehlschlag in eine tiefe Depression verfällt. Auch sie wandelt sich im Laufe des Buches zu einer etwas liebenswerteren Persönlichkeit, die auch mal verzeihen kann, Schritte auf die Anderen zu macht und sich nicht bei jeglicher Kritik an ihr in die tiefschwarzen Abgründe ihres Selbst stürzt. Ich habe mich sehr über diese Entwicklung gefreut, da sie dadurch greifbarer wurde und nicht mehr maschinell wirkte.
Bei Liam habe ich das exakte Gegenteil von Ruby gefunden. Während seine Person sowohl in Band 1 als auch im zweiten Band einen gewissen Charakter entwickelt hat, war dieser in diesem band wie weggepustet. Seitdem sein älterer Bruder Cole dauerpräsent war, hat er sich wie ein aufmüpfiger Teenager verhalten. Jeglicher Aussage wurde widersprochen ohne darüber nachzudenken. Später regt er sich dann auf, dass Cole das gleiche bei ihm tut. Tja Junge, Pech gehabt würde ich mal sagen.
Vida, Zu und Chubs haben sich genau wie Ruby weiterentwickelt. Ihre Charaktere, die schon in den ersten Bänden ausgearbeitet wurden, wurden weiter vertieft und wenn man sie bisher nicht mochte, muss man sie nun mögen!
Als letztes wäre da noch Clancy, der liebe, verhasste Clancy. Alexandra Bracken hat mir ihm den perfekten Antagonisten geschaffen. Genau wie Draco Malfoy in Harry Potter, möchte man ihn hassen, aber irgendwie wird das nichts. Ich habe eine kuriose Hass-Liebe zu ihm entwickelt, da er der einzige unberechenbare Charakter der Reihe ist, was dem ganzen ein bisschen mehr Spannung gibt. Ob die Autorin dies durch die kleinen Einblicke in sein Leben oder der Art und Weise wie er beschrieben wird, kann ich gar nicht so bestimmt sagen. Das positivere Bild von ihm hat sich einfach unbemerkt hineingeschlichen um dann mit dem bereits existierenden negativen Bild um die Vorherrschaft zu kämpfen.

Die Autorin hat ihr Können mal wieder unter Beweis gestellt. Ihr Schreibstil ist so natürlich, dass ich (im zweiten Teil) nur so über die Seiten geflogen bin während ich die Zeit komplett vergessen habe. Das Ende kommt langsam und schleichend aber trotzdem mit einem großen Knall. Mit jeder Seite wird die Spannung gesteigert und kaum hat man sich versehen, steckt man mitten im Geschehen. 

Fazit:
Zusammenfassend kann man sagen, dass das Buch einen schweren Start hatte sich aber durchgekämpft hat um die Reihe mit einem riesigen Feuerwerk zu beenden. Alexandra Bracken hat es geschafft mich in eine schrecklich realistische Zukunft zu entführen, die keine Fragen unbeantwortet lies und zum Nachdenken anregt.
Vielen Dank an den Goldmann Verlag für die Bereitstellung des Rezensionsexemplars 

Das Tal - Die Katastrophe von Krystyna Kuhn


Titel: Das Tal - Die Katastrophe
Autor: Krystyna Kuhn
Veröffentlicht: 2010
Seitenzahl: 312
Verlag: Arena
Serie: Ja.
1.2. Das Tal - Die Katastrophe
1.3. Das Tal - Der Sturm
1.4. Das Tal - Die Prophezeiung
Genre: Jugendbuch Mystery
Preis: 6,99€

Zum Cover:
Wie bereits bei dem Cover des ersten Bandes erwähnt, finde ich das Cover nicht unheimlich toll. Trotzdem gefällt mir, dass sich die Farben von Band zu Band verändern und das Motiv das gleiche bleibt.

Zur Geschichte:
Das im Tal des Grace-Colleges nichts so ist wie es scheint, ist Julia und ihren Freunden klar. Auch dass sie nicht zufällig an diesem Ort sind. Der Berg, auf dem 1974 eine Gruppe Jugendlicher verschwunden war und bis heute nicht mehr aufgetaucht ist, scheint Lösungen auf einige Rätsel zu haben. Deshalb hat Katie nur ein Ziel: Die Spitze des Berges, der das Tal und das College überragt, zu bezwingen. Doch schon kurz nachdem sich die Gruppe auf den Weg macht, wird klar, wer der Freund ist und wer der Feind.

Meine Meinung:
Der Einstieg in die Geschichte gelang mir sehr schnell. Wir werden quasi direkt in das Geschehen geworfen und lernen Katie und ihre Liebe zum Sport ein bisschen näher kennen. Ich war zu Beginn überrascht, dass das Buch aus ihrer Sicht geschrieben ist, da ja der erste Band über Julia ging. Trotzdem hat sich die anfängliche Überraschung bald verflüchtigt und ich habe diesen Perspektivwechsel sogar richtig lieb gewonnen! 

Katie, welche gegen den Willen ihrer Eltern nach Canada an das Grace College gegangen ist, wird in diesem Band zu einem runden Charakter. War sie im ersten noch die zurückhaltende Koreanerin, zeigt Krystyna Kuhn uns eine völlig neue, lebenslustige aber auch nachdenkliche Seite. Immer mehr konnte ich mich in sie hineinversetzen und ihre Gedanken nachvollziehen.
Julias Charakter dagegen wurde nicht weiter vertieft, was zwar nicht nötig gewesen wäre, da noch ein paar Bücher dafür da sind, jedoch habe ich mich manchmal ein bisschen im Nichts schwebend wiedergefunden, wenn es darum ging was Julia macht. Ein wenig mehr Information zu ihren Gedankengängen hätten sie mir näher gebracht und vielleicht hätte ich dann auch verstanden wieso sie zwischenzeitlich blöde Aktionen durchführt.
Die Jungs wurden wie schon im ersten Band klischeehaft dargestellt und auch ihre Charaktere wurden nicht weiter ausgearbeitet. Ich weiß nicht was genau es ist, aber ich kann Benjamin, David und Chris nie unterscheiden. Der einzige der sich abhebt ist Robert, der aber leider in diesem Band nicht so häufig auftaucht. Ich hoffe in den nächsten Büchern gewinnt er an mehr Aussagekraft! 
Von Chris war ich konstant genervt. Alles hat er als Angriff auf seine Person gesehen und war dementsprechend aggressiv. David hat die ganze Zeit nur geschleimt und auch nichts produktives zu Stande gebracht und Benjamin ist eben eine Nummer für sich. Ihn empfand ich als extrem leichtsinnig und hätte ihm gerne mal den Kopf zurecht gerückt. Allerdings hat er es immer wieder geschafft, die düstere Stimmung die in dem Buch herrscht aufzulockern, wofür es dann doch wieder Pluspunkte gibt.
Zuletzt kommen zwei neue Charaktere auf: Ana Cree und Paul Forster. Während Ana als Führerin fungiert, stellt man sich als Leser die ganze Zeit die Frage, weshalb sie dies eigentlich tut. Genauso bei Paul, der aus dem Nichts aufgetaucht ist und auf einmal mit wildfremden auf einen Berg klettert. Beide lassen sich also nicht wirklich zuordnen und man weiß nie genau woran man eigentlich ist. Dies erhöht auf der einen Seite die Spannung, auf der Anderen wird man einfach ohne Rettungsring ins Wasser geworfen und einem selbst überlassen, was zu Spekulationen führt, die letztendlich nur zum Teil aufgeklärt werden.

Der Schreibstil der Autorin ist wie von Band 1 gewohnt locker und flüssig zu lesen. Mir hat es sehr gefallen, dass das Buch aus einer anderen Perspektive geschrieben ist, weil man als Leser so einen besseren Überblick bekommt und nach und nach seine eigene Theorie aufstellen kann.

Fazit:
Ein spannender zweiter Teil, der sich hauptsächlich mit Katie und deren Geschichte befasst und die Intrigen und Geheimnisse so weit steigert, dass man direkt weiterlesen möchte.