Das unendliche Meer von Rick Yancey

Titel: Das unendliche Meer
Autor: Rick Yancey
Veröffentlicht: 2015
Seitenzahl: 352
Verlag: Goldmann
Serie: Ja.
1. Die 5. Welle
2. Das unendliche Meer
3. Der letzte Stern
Genre: Dystopie
Preis: 16,99€


Zur Geschichte:
Mit den ersten vier Wellen ist ein Großteil der Menschheit getötet worden. Doch einige Überlebende, unter ihnen Cassie Sullivan, geben ihren Planeten nicht ohne Gegenwehr auf. Während die fünfte Welle sich über ihnen ausrollt werden Cassie, Ben und Ringer mit der bitteren Wahrheit konfrontiert: Die Anderen werden ebenfalls nicht aufgeben, bis der letzte Mensch vernichtet worden ist. 

Meine Meinung:
Ich hatte meine Probleme mit diesem Buch. Obwohl ich Band 1 vergöttert habe, haben sich die kleinen aber feinen Elemente, welche mich störten, in diesem Teil streng in den Vordergrund gedrängt.

Während Band 1 mit einem riesigen WA-WA-WOOM ins Ziel gerannt kam, hat Band 2 mit einem eher leisen, stetigen Ton begonnen. Etwa 2/3 des Buches werden durch Rückblicke eingenommen, in denen uns die Vergangenheit einiger der Charaktere näher erzählt wird. Ich weiß, es ist ein bisschen widersinnig, wenn ich jetzt kritisiere, dass die Nebencharaktere tiefgründiger beschrieben wurden, wo ich doch so häufig genau das Gegenteil hiervon bemängele. Jedoch hatte in manchen Fällen, diese Vergangenheit überhaupt keine Aussagekraft innerhalb der eigentlichen Geschichte, während andere sehr interessant und aufschlussreich waren. Ringer, die in diesem Band Cassies Hauptrolle übernimmt finde ich noch verständlich, aber Poundcake? Ich glaube ich habe entweder etwas verpasst, was ihn so wichtig macht, oder ich hätte locker 50 Seiten überspringen können.
Im letzten Drittel des Buches kommt wieder ein bisschen mehr Action auf. Wie schon in Band 1 werden nun ein paar Geheimnisse enthüllt, die zwar überraschend kommen, jedoch nicht so eingeschlagen sind wir die aus dem ersten Teil der Reihe. Yancey schafft es aber trotzdem unterschwellig die Dramatik des Krieges unterzubringen. Es beginnt mit kleinen Andeutungen, zögerlichen Aktionen und letztendlich rausgeschrieenen Anschuldigungen, aber das Ende von Band 1 hat bei allen Charakteren eindeutige Spuren hinterlassen und vor Allem Misstrauen gegenüber einander gesät.

Ich fand es wirklich toll, dass in diesem Teil das Hauptaugenmerk auf Ringer liegt, die einen komplexen aber auch sehr starken Charakter erhalten hat und so die Geschichte immer weiter in Richtung Finale trägt. Cassie fand ich in diesem Band extrem nervig. Sie fängt nicht nur mit dem all-bekannten Slut-Shaming an, als eine Ehemalige Evans auftaucht, auch ist ihre Selbstgerechtigkeit unübertrefflich. Ihre Liebe zu Evan, welche ich in Band 1 als nicht so extrem empfunden hatte, bringt die gesamte Gruppe in Lebensgefahr, obwohl keiner wirklich weiß, wo Evan ist und ob er noch lebt.

Yanceys Schreibstil ist... verwirrend. Ich weiß nicht genau, wie oft ich eine Zeile, einen Abschnitt oder eine Seite nochmal lesen musste, weil ich einfach keine Ahnung hatte, was der Herr mir eigentlich sagen wollte. Vor Allem die Perspektivwechsel zu Beginn des Buches waren alles andere als eideutig. Ich habe oft ein Kapitel angefangen mit der vollständigen Überzeugung aus der Sicht von jemandem zu lesen, der sich nach 5-6 Seiten als jemand komplett anderes herausstellte. Das ist zwar nicht so schlimm, da ich relativ schnell umdenken konnte, jedoch war es anstrengend und nervig.

Fazit:
Ein interessanter zweiter Teil, der jedoch auf Grund der verwirrenden Plot-Führung und den ständigen unangekündigten Perspektivwechsel in den ersten 2/3 rasant an Spannung verliert.


1 Kommentar:

  1. Guten Morgen Henny!

    Oh, der zweite Band hat bei mir ähnlich abgeschnitten, den fand ich leider auch nicht wirklich spannend und eher verwirrend ^^
    Liest du denn den Abschlussband noch?

    Und ich hab auch einen TAG für dich dabei - wie siehts aus: Hast du Lust, mitzumachen? :)
    http://blog4aleshanee.blogspot.de/2016/10/tag-mein-leben-in-buechern.html

    Liebste Grüße, Aleshanee

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