Wer war Alice von T. R. Richmond


Titel: Wer war Alice
Autor: T. R. Richmond
Veröffentlicht: 2016
Seitenzahl: 445
Verlag: Goldmann
Serie: Nein. 
Genre: Thriller
Preis: 14,99€

Zum Cover:
Das Cover ist wirklich toll. Mir gefällt, wie Alice' Gesicht mit Wassertropfen versehen wurde, so dass es so aussieht als wäre sie gerade erst in den Fluss gefallen.

Zur Geschichte:
Alice ist 25, Journalistin und Tochter. Als sie eines Tages tot im Fluss gefunden wird, beginnt die Suche nach dem Grund für ihren Selbstmord. Oder war es doch Mord? 

Meine Meinung:
Vorab: Ich habe dieses Buch bei 47% (auf Seite 207) abgebrochen.

Die Geschichte hat großes Potential. Alice, eine nach außen hin lebensfrohe Persönlichkeit, wird tot aufgefunden. Ihre ehemaliger Professor versucht Licht in das Dunkle zu bringen und den Grund für ihr Ableben zu finden. Er sammelt Informationen zusammen und befragt Freunde, Familie, Mitarbeiter und Bekannte zu Alice.
Genau auf die selbe Art und Weise wird auch dem Leser die Information präsentiert. Tagebuchausschnitte, Briefe, Emails, Sms und Blogeinträge werden verwendet um die Person Alice darzustellen. Statt eines Fließtextes, haben wir nun also verschiedene Abschnitte aus unterschiedlichen Perspektiven die nach und nach Teile eines großen Puzzles werden. Wäre dieses Puzzle nicht so extrem langweilig.
Die verschiedenen Blickwinkel der vielen Protagonisten bringen eine dermaßen große Unruhe in das Buch, dass es schwer ist nicht den Faden zu verlieren. Die ständigen Zeitsprünge helfen dabei auch nicht.

Die Charaktere sind fad, langweilig und undefiniert. Während jeder einzelne Charakter zu Beginn als lieb und nett dargestellt wird, zeigen sich im Laufe der Seiten andere Charakterzüge. Dies war so einheitlich gehalten, dass es fast schon lächerlich war. Aus dem netten Einheitsbrei wurde nun ein Einheitsbrei mit Geheimnissen. Super.
Auch durch die Perspektivwechsel kam ich keinem Charakter näher. Ich konnte mich mit absolut niemandem identifizieren und fand die meisten eigentlich nur abstoßend. Sogar Alice, die um die es in diesem Buch eigentlich geht, war verschwommen und mir in keinster Weise sympathisch oder antipathisch. Mir ist sie einfach egal. Und genau das sollte die Hauptprotagonistin eines Buches nicht sein: egal!

Auch zum Schreibstil kann ich nicht viel sagen. Die Abschnitte die etwas länger waren, so dass man sich ein Bild machen konnten, waren belanglose Briefe, vor denen es mich beim Lesen gegraut hat. Immer wenn so ein Brief kam, hab ich innerlich gehofft es geht bald vorbei.

Fazit:
So schwer es mir auch fällt es zu sagen: Das beste an diesem Buch ist das Cover. Der Rest ist langweilig und nichtssagend. 

Kommentare:

  1. Pahaha, mir ging es ähnlich, wie dir. Allerdings habe ich das Buch dann doch durchgezogen und von Zeit zu Zeit wurde es besser. :)

    Aber der erste Satz in meinem Fazit stimmt mit dir überein: "Das beste am Buch war für mich das Cover!" :D

    Willst du noch wissen, wie es ausging? Ich kann es dir ja verraten, falls du magst. ;)

    Nine <3

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  2. Huhu Henny =)

    Hach ich kann das so gut nachvollziehen. Ich hatte kürzlich auch ein Buch, bei dem das Fazit "Das Beste am Buch ist das Cover" war. Das ist schade für Alice in diesem Fall, aber es ist wie es ist =)

    LG
    Anja

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  3. Oh, schade, dass es dir nicht gefallen hat. Das Buch habe ich so oft überall gesehen, dass ich es aufgrund des Covers auch lesen wollte. Dabei ist das Genre eigentlich gar nicht meins :D Also lass ich es mal.

    Liebst, Lara.

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  4. Oha - damit ist es von der Wunschliste auf die "Vielleicht"-Liste gerutscht.
    Danke für deine Meinung!

    Liebe Grüße,
    Agnes

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