Secret Fire - Die Entflammten von C. J. Daugherty und Carina Rozenfeld

Titel: Secret Fire - Die Entflammten
Autor: C. J. Daugherty und Carina Rozenfeld
Veröffentlicht: 2016
Seitenzahl: 448
Verlag: Oetinger
Serie: Ja.
1. Secret Fire - Die Entflammten
2. The Secret City (ET. Englisch: Sept. 2016)
Genre: Jugendbuch
Preis: 18,99€

Zum Cover:
Naja.. Unbedingt wunderschön ist etwas anderes. Vor Allem weil ich ja nicht der größte Gesichter-auf-Cover Fan bin. Also, so gar nicht. Trotzdem finde ich es schön, wie die alchemistischen Zeichen verwendet wurden. Was ich etwas schade finde, ist dass man nirgendwo die Bedeutung von zwei von diesen finden kann. Auch die Farben-Kombination ist nicht so ganz meins..

Zur Geschichte:
Taylor wohnt in England und lebt ein langweiliges Leben. Sie lernt, lernt, lernt und lernt. Denn ihr großer Traum ist es, nach Oxford zu gehen um dort zu studieren. Deshalb nimmt sie sich auch den nervigen Franzosen an der Englisch lernen soll, wobei sie ihm helfen soll. Plus-Punkte auf ihrer Bewerbungsmappe.
Sacha kommt aus Paris, wo er mit seiner Mutter un seiner kleinen Schwester wohnt. Es scheint ein relativ normales Leben zu führen, doch seine Familie ist mit einem Fluch belastet: Der erstgeborene Junge einer Generation kann nicht sterben. Bis zu seinem 18 Geburtstag, dem Tag, an dem er sterben wird.
Schon bald bemerken Sacha und Taylor, dass sie mehr verbindet als nur eine Englisch-Nachhilfe. Doch möglicherweise ist es schon zu spät, denn Sacha hat nicht mehr viel Zeit.

Meine Meinung:
Ich fand das Grundkonzept mit Alchemie sehr interessant. Als Chemie-Studentin habe ich im Laufe des Studiums meist ein paar Grundlegende Sachen über Alchemie gelernt, was schon dort mein Interesse geweckt hat. Deshalb war ich Feuer und Flamme, als ich das Buch gesehen habe!

Die Geschichte entwickelt sich nach und nach. Wir lernen zunächst Sacha und seinen ausgefallenen Lebensstil kennen. Dann erfahren wir etwas über das komplette Gegenteil, Taylor. Nach und nach werden die Geschichten der Beiden miteinander versponnen und schon bald hatte ich das Gefühl, dass ich Zuschauer einer wunderbaren Freundschaft sein werde.
Der Rhythmus der Geschichte ist zügig, aber nicht überhastet. Noch während sich Taylor und Sacha näher kennenlernen geschehen immer mehr Sachen und schon bald überhäufen sich die Vorfälle.

Taylor ist mir ein wenige zu perfekt gewesen. Sie hat die besten Noten, den beliebtesten Freund an der Schule und ist dazu hübsch. An ersterem ist ihre penible Art schuld. Ständig lernt sie oder macht Hausaufgaben für sich und ihre beste Freundin Georgie. Sie hat keine Ahnung, weshalb ihr Freund mit ihr zusammen ist, ob sie ihn liebt war auch nirgends klar erwähnt. Und dass sie hübsch ist, weiß sie natürlich auch nicht. Sie hat lockiges, blondes Haar, welches natürlich auch noch super weich ist. Das ist einfach too much. Dazu kommt ein relativ naiver Charakter, was das ganze nur noch unausstehlicher macht.
Sacha dagegen ist scheinbar auch perfekt, bringt aber ein bisschen Aktion in das Geschehen. In seinen Abschnitten wird geschossen, wird verfolgt und wird getötet. Er war mir von Beginn an deutlich sympathischer als Taylor, weil er einfach (abgesehen vom nicht sterben können) normal ist. Er ist ein stinknormaler Teenager mit Problemen. Genau aus diesem Grund wurden seine Abschnitte zu meinen Lieblingsabschnitten.
Die restlichen Charaktere sind schwammig. Georgie ist die wunderschöne beste Freundin, die immer einen Freund hat. Eltern und Geschwister sind da, wenn es wichtig ist, wenn nicht sind sie wie vom Erdboden verschluckt. Und lasst mich nicht den Freund vergessen, der zufälligerweise genau in dem Moment ein Vollidiot wird, in dem Taylor Sacha kennenlernt. Sehr einfach und sehr praktisch.

Der Schreibstil ist locker und einfach zu verstehen. Obwohl ich meine Problemchen mit Taylor hatte, bin ich nur so über die Seiten geflogen ohne es zu merken. Auch wurde mir erst im Nachhinein bewusst, dass es sich um Autorenduo handelt. Davon habe ich nichts gemerkt, denn die Abschnitte waren perfekt aufeinander abgestimmt.

Fazit:
Ein schöner Reihenauftakt mit viel Potential, welches ausgebaut werden kann. Trotz meines Problems mit der Protagonistin hab ich mich gut unterhalten gefühlt. Eine Leseempfehlung für jeden, der ein bisschen Paranormalität in seinen Bücherfundus bringen möchte.

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