Bezwungen von Teri Terry

Titel: Bezwungen
Autor: Teri Terry
Veröffentlicht:  2014
Seitenzahl: 376
Verlag: Coppenrath Verlag
Serie: Ja.
1. Gelöscht
2. Zersplittert
3. Bezwungen
Genre: Dystopie
Preis: 17,95
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Zum Cover:
Ich liebe die Cover dieser Reihe einfach. Auch hier sieht Kyla wieder anders aus. Kann es sein, dass alle drei Cover, die drei Persönlichkeiten in ihr widerspiegeln? Kayla, Rain und Lucy? Zumindest gefällt mir dieses Cover fast am besten, da ich den Kontrast zwischen den roten Lippen und dem eisblauen Rahmen sehr schön finde.

Zur Geschichte:
Kyla hat sich scheinbar wieder in Schwierigkeiten gebracht. Nachdem sie sich Free UK angeschlossen hatte, wurde sie als Täter-Opfer teil einer hinterhältigen Anschlags den Nico auf sie geplant hat. Auf der Flucht vor dem Anführer der Terroristen, bekommt Kyla eine neue Identität und wird so vor den Lordern und den Terroristen verborgen. Stück für Stück kann sich Kayla entspannen und die Erinnerungen an ihre Kindheit versuchen aufzudecken. Doch möchte sie wirklich ihre Vergangenheit kennen?

Meine Meinung:
Auch dieser Band knüpft ohne grosses Umher an das Ende des letzten an. Wir werden direkt wieder in das Geschehen geworfen und werden bis zum Schluss nicht mehr von der Spannung entlassen. Nach und nach werden wie verschiedenen Fragen, die sich in den ersten beiden Bänden aufgetan haben, beantwortet und offene Handlungsstränge miteinander verwoben und bald ergibt sich ein grosses Bild, welches noch grössere Geheimnisse birgt als bisher erwartet. Wir tauchen in ihre Vergangenheit ein und erfahren so, wie alles begann. Doch schon bald werden wieder neue Fragen aufgeworfen, die sowohl uns, als auch die Protagonistin wieder aus dem Konzept bringen.

Kayla hat es in diesem Band geschafft, sich selbst als eine Person zu sehen. Sie denkt nicht mehr in Rain-Kayla-Lucy Schemen sondern nennt sich als Zusammenfassung für all diese verschiedenen Charaktere nun Kayla. Das ist ein deutlicher Pluspunkt gegenüber den ersten Bänden. Endlich hat man als Leser das Gefühl jemanden greifbares vor sich zu haben.
Obwohl ich Kayla eigentlich recht nachvollziehbar finde, gab es einige Situationen in denen ich nur den Kopf schütteln konnte. Sie ist 17 und denkt oft nicht weiter als von ihr verlangt, wenn überhaupt. In einigen Momenten wusste sie sogar exakt was sie falsch macht, änderte aber nicht daran. Ob das nun eine stille Rebellion war oder einfach nur Unverantwortlichkeit kann ich nicht sagen. Jedoch fand ich es sehr schade, dass sie obwohl sie die ganze Zeit wiederholt hatte, dass sie nicht auffallen dürfte, gerade dies getan hat.
Zu den anderen Charakteren kann ich nicht viel sagen. Natürlich gibt es wieder ganz viele, ganz tolle männliche Vertreter unserer Spezies, die natürlich alle richtig gut mit Kayla klar kommen. Wie auch in den ersten beiden Bänden hat sich einer dieser Jungs ein bisschen in Kayla verguckt, was zu einer nicht ganz unsüssen Szene führt, die aber irgendwie in der Masse an tollen Jungs untergeht. Das empfand ich als sehr unrealistisch. Wir alle wissen, dass nicht alle Jungs einem A&F-Katalog entsprungen sind, aber laut dieser Reihe, wird sich das wohl in den nächsten Jahren ändern und uns erwartet eine glorreiche Zukunft.
Die ständigen Lügen und konstante Geheimniskrämerei hat mich nach etwa der Hälfte der Buches fast hysterisch gemacht. Niemand in diesem Buch hatte die Courage mal alles auf einen Tisch zu packen und zu sagen: so siehts aus! Dafür haben alle ganz viele Geheimnisse die man ihnen fast einzeln auf der Nase ziehen muss um auch nur wieder auf ein neues Geheimnis zu treffen. Ein bisschen weniger hätte dem Buch nicht schaden können.

Das Ende hat mich überrascht. Es geht deutlich blutiger zu als bisher und es gibt Verluste auf beiden Seiten. Mir hat ein bisschen die Dramatik bei der endgültigen Enthüllung gefehlt, aber alles in allem war es ein schönes, rundes Ende, dass einen ohne offene Fragen und einem angenehmen Gefühl zurücklässt.

Der Schreibstil ist wie in den beiden ersten Bänden sehr simpel gehalten und super einfach zu lesen. Ich habe auch bei diesem Buch die Seiten verschlungen bis keine mehr da waren und es auf einmal schon super spät war.


Fazit:
Ein schöner, runder Abschluss für eine wirklich gelungene Reihe. Teri Terry versteht es spannende, Intrigen-gespickte Dystopien zu schreiben, die nicht so stark von der aktuellen Welt abweichen, dass man sich diese als potentielle Zukunft vorstellen kann.

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