Wie Monde so silbern von Marissa Meyer


Titel: Wie Monde so silbern
Autor: Marissa Meyer
Veröffentlicht: 2013
Seitenzahl: 384
Verlag: Carlsen
Serie: Ja.
1. Wie Monde so silbern
2. Wie Blut so rot
3. Wie Sterne so golden
4. Wie Schnee so weiss
Genre: Dystopie
Preis: 18,90€
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Zum Cover:
Ich finde das Cover ehrlich gesagt überhaupt nicht schön. Das mit den Schuhen, als Hinweis auf Cinderella, ist eine gute Idee, aber irgendwie langweilig.

Zur Geschichte:
Cinder ist ein Cyborg. Das heisst, einiger ihrer Körperteile wurden durch Prothesen ersetzt, was sie zu einer der Minderheiten der Gesellschaft Neu-Pekings macht. Nicht nur das, sie ist auch adoptiert worden, wird von ihrer Stiefmutter schlecht behandelt und muss für den Lebensstil dieser und ihrer Stiefschwestern schuften. Durch ihre harte Arbeit als Mechanikerin auf dem örtlichen Markt, hat sie sich einen guten Ruf geschaffen und so ist es kein Wunder, dass Prinz Kai mit seinem Android bei ihr auftaucht um diesen reparieren zu lassen. Doch obwohl Kai ein lebensfroher junger Mann zu sein scheint, muss er gegen die Pandemie Letumose kämpfen, die nicht nur die Bevölkerung betrifft, sondern auch seinen Vater. Dazu kommt noch, dass die hinterhältige Königin von Luna einen Besuch plant um sich an Kai zu binden. Ohne es gewollt zu haben, sieht sich Cinder in politische Konflikte verwickelt, die nicht nur für Kai von grosser Bedeutung sind.

Meine Meinung:
Die Idee ist ja mal der Hammer! Eine futuristische Cinderella ist mir auch noch nicht untergekommen. Die Geschichte an sich ist (natürlich) an Cinderella, also, Aschenputtel angelehnt. Von der armen adoptierten Cinder über die schreckliche Stiefmutter, die ihre eigenen Töchter verhätschelt, während Cinder dies durch ihre Arbeit finanziert.
Doch Cinder ist nicht wie Aschenputtel. Sie hat echt Feuer unterm Hintern und das liegt nicht nur daran, dass sie ein Cyborg ist. Obwohl sie eine scheussliche Stiefmutter hat, ist ihr Leben ziemlich liberal. Sie kann zwar nicht tun was sie will, aber wenn sie eine Chance bekommt, wird diese sofort ergriffen. Endlich mal ein Mädel in einem YA-Roman, das unabhängig genug ist, ihr eigenes Leben in die Hand zu nehmen. Was mir auch gefallen hat, ist dass Cinder Asiatin ist. Ich weiss, klingt komisch, aber wenn ich so in mein Regal gucke, sind alle Protagonistinnen meistens weiss, wenn nicht sogar blond und blauäugig, da ist eine Cyborg-Asiatin mal was anderes!
Leider ist sie aber auch etwas schwer von Begriff. So wurden nach und nach immer mehr Infos preisgegeben, aber sie selbst war nicht in der Lage sich ein Gesamtbild zu bilden und damit ein grosses Geheimnis zu entdecken..
Prinz Kai blieb mir zu Wischiwaschi. Wir lernen ihn fast gar nicht kennen, wodurch auch nicht nur ein unscharfes Bild, sondern auch kein Prinz Charming erzeugt wurde. Die anderen Nebencharaktere sind zwar eben nur das, aber sie sind wenigstens so durchdacht, dass sie die Geschichte auch ein bisschen tragen. Ohne Iko wäre das Buch nur halb so lustig!
Der Schreibstil der Autorin ist flüssig zu lesen. Es kommen keine Schimpfwörter vor, was ich wirklich begrüsse (vor Allem nach Büchern wie die von Maggie Steifvater) und es ist nicht unheimlich detailliert geschrieben. Durch diesen Schreibstil und der spannenden Geschichte, ist das Buch ein richtiger Pageturner!

Fazit:
Eine aussergewöhnliche Idee, kombiniert mit einem schönen Schreibstil und einer unabhängigen Protagonistin, die zwar manchmal etwas schwer von Begriff ist, aber trotzdem sympathisch bleibt.

Kommentare:

  1. Hey :)

    Ich hab überlegt, ob ich die Reihe als Hörbuch anfangen soll - irgendwie springt aber bei mir im Moment nicht so der Funke über, als dass ich sofort anfangen müsste. Möglicherweise wegen des SF-Szenarios? Ich mag ja Science Fiction eigentlich sehr gern, aber so richtig warm werde ich mit diesem Setting derzeit einfach nicht ... Mal sehen, vielleicht kommt die richtige Zeit dafür ja noch :D.

    Liebe Grüße
    Ascari

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  2. Das klingt irgendwie interessant. Ja, okay, das Cover ist nicht der Hammer, aber es ist ein bisschen kreativ. ;)
    Deine Beschreibung des modernisierten Märchens macht mir irgendwie Lust darauf, das Buch zu lesen.
    Bis bald, Liebe Grüße
    Mia :)

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  3. Huhu Henny,
    ich mochte Iko auch so sehr und fand die Idee mal so richtig schön erfrischend.
    Schöne Rezension :o)
    Liebe Grüße Tanja

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  4. Huhu Henny,

    deiner Rezension kann ich eigentlich nur zustimmen. Der Prinz war wirklich Wischiwaschi, Iko ist genial und Cinder als Cyborg-Asiatin fand ich auch originell. Außerdem gefällt mir die Grundstory genauso gut.... Eigentlich eben genau das was ich als erstes gesagt habe, ich kann dir nur zustimmen! =D

    Liebe Grüße
    Leni =)

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