Wer die Lilie träumt von Maggie Stiefvater


Titel: Wer die Lilie träumt
Autor: Maggie Stiefvater
Veröffentlicht: 2014
Seitenzahl: 528
Verlag: Script 5
Serie: Ja.
1. Wen der Rabe ruft
2. Wer die Lilie träumt
3. Was die Spiegel wissen
4. The Raven King (ET Englisch: Mai 2016)
Genre: Urban Fantasy
Preis: 18,95€
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Zum Cover:
Ich finde das Cover wirklich schön! Die Farben sind toll gewählt und die Vasen wirken als wären es Schachfiguren auf einem grossen Schachbrett. Die Lilien sind sehr schön gemalt, aber auch hier (wie bei Band 1) erscheinen die Stängel zu lang für die Blume an sich, was dem ganzen diesen schon erwähnten Tim Burton-Creepy-Style gibt.

Zur Geschichte:
Blue, Gansey, Ronan, Adam und Noah sind immer noch auf der Suche nach dem schlafenden König, Glendower. Doch ihre Suche wird von verschiedenen Umständen, unter Anderem Verstimmungen innerhalb der Gruppe, gebremst. Blue weiss nicht recht, wie sie mit ihrer Prophezeiung umgehen soll, gerade jetzt, wo sie es immer schwerer findet nicht Ganseys Charme zu verfallen. Ronan begibt sich immer häufiger in brenzlige Situationen die nicht nur für ihn gefährlich enden können. Und Adam ist generell mit seiner Situation unzufrieden. Obwohl die Freunde langsamer vorran kommen, haben sie nun Ronans Gabe, mit der er Sachen aus seinen Träumen Wirklichkeit werden lassen kann, auf ihrer Seite. Doch Ronan ist nicht der Einzige, der Wünsche einfach real träumen kann.

Meine Meinung:
Der Einstieg in das Buch war der absolute HORROR! Ich habe ca. 200 Seiten lesen müssen, in denen ich mir immer wieder die Frage gestellt habe, weshalb ich es mir eigentlich antue, um dann endlich auf einen etwas spannenderen grünen Zweig zu gelangen. Wie auch im ersten Band, beginnt die Autorin damit Fragen, Fäden und Sonstiges in den Raum zu werfen, welche mich total verwirrt haben, da sie einfach überhaupt keinen Sinn ergeben haben. Ich finde es ja toll, wenn man nicht zu Beginn direkt alles weiss. Aber wenn ich mich alle 2-3 Absätze fragen muss, was ich nun mit der neuerhaltenen Info tun soll, wird das wirklich zu viel.
Die Geschichte an sich ist leider ziemlich trocken. Ich hätte erwartet, dass die Suche nach Glendower nun so langsam richtig Fahrt auf nimmt. Denkste! Das komplette Buch ist eigentlich nur eine Beschreibung der Situation in der sich die Protagonisten nach dem Ende des ersten Buches befinden. Die ersten 200 Seiten waren todlangweilig. Nichts ist passiert bzw. nichts was irgendwie spannend wäre und irgendwie haben wir nur neue Fragen aufgeworfen bekommen. Aber dann!! Ab etwa der Hälfte des Buches nimmt die Geschichte rasant an Spannung zu. Es geschehen so viele Dinge, das man gar nicht weiss wo man überhaupt hinschauen soll. Die Charaktere haben die Geschichte so gut vorangetrieben und so toll beendet, dass ich nun einfach weiter lesen MUSS!
In diesem Buch ist Ronan der "Haupt-Protagonist". Alles dreht sich nur um ihn und seine Gabe, was nicht schlecht ist, da diese wirklich sehr detailreich ausgearbeitet und auf jede noch so kleine Ungereimtheit eine Lösung gefunden wurde. Wir lernen ihn nach und nach etwas besser kennen, verstehen langsam weshalb er so ist wie er ist und fiebern am Ende mit ihm mit! Doch nicht nur Ronan, auch die anderen Charaktere werden weiter vertieft. Vor Allem Adam kommt in diesem Band wirklich zum Zug. Nach dem ich im ersten Band gedacht habe, er wäre einfach nur ein Statist, wurde in diesem Band ein greifbarer Charakter, der sich nicht nur versteckt, sondern auch etwas mehr Selbstbewusstsein entwickelt.
Der einzige Charakter, der nicht runder wurde, war Noah. Er erscheint zwar, aber ist noch schemenhafter als in Band 1. Ich finde das sehr schade, da er ein Charakter ist, der sehr gut entwickelt werden könnte, wie man in einer bestimmten Szene mit Blue sieht, die einfach rührend ist! Aber vielleicht lässt sich Maggie Stiefvater auch nur ein bisschen Freiraum, damit sie am Ende doch noch alle Fäden verknüpfen kann.
Der Schreibstil der Autorin ist wieder seehr ausschweifend! Ich hatte während des Lesens das Gefühl das jedes noch so kleine Staubkorn von allen Seiten analysiert und verbildlicht wird. Dies hat leider den Lesefluss gestört und die Geschichte zu Beginn sehr langwierig erscheinen lassen.

Fazit:
Ein leider sehr schwacher Start mit einem rasanten Ende, durch das man sofort weiterlesen möchte. Wäre der Schreibstil nicht so ausschweifend, wäre das Leseerlebnis von Beginn an toll!

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