Dunkelsprung - Vielleicht kein Märchen von Leonie Swann

Titel: Dunkelsprung - Vielleicht kein Märchen
Autor: Leonie Swann
Veröffentlicht: 2014
Seitenzahl: 384
Verlag: Goldmann
Serie: Nein
Genre: Fantasy/Modernes Märchen
Preis: 19,99€
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Zum Cover:
Das Cover ist ja mal wunderschön. Als ich das Buch gesehen habe, hab ich mich sofort in die Verschnörkelungen und die Abbildungen der einzelnen (magischen) Tiere verliebt. Einfach nur zauberhaft! Der Kontrast zwischen dem dunkelgrünen "Hintergrund" und dem wollweissen Verzierungen ist simpel, verleiht dem Cover jedoch etwas edles.

Zur Geschichte:
Julius Birdwell ist Flohzirkusdirektor und Goldschmied. Nachdem er jedoch einen ungewollten Selbstmord überlebt und seine kleinen Artisten den Frosttod sterben, beginnen merkwürdige Geschehnisse sich aneinanderzureihen. Julius bekommt den Auftrag, die Schwester der Nixe, die ihn gerettet hat, zu finden und aus den Händen eines Zauberers namens Fawkes zu befreien. Er begibt sich auf ein Abenteuer in eine unbekannte, skurrile Welt, die ihn nicht nur einmal an seiner intakten Psyche zweifeln lässt.
Frank Green, ein Privatdetektiv, der ohne sein Wissen als Spezialist für übernatürliche und aussergewöhnliche Angelegenheiten gilt, erwartet nichts grossartiges, als ein kleines Mädchen ihn bittet, ihre verschwundene Grossmutter zu finden. Diese sei angeblich Hals über Kopf und ohne Führerschein in dem Lieferwagen eines Fleurop-Lieferanten aus ihrer Wohnung geflohen. Auf der Suche nach der alten Dame stösst auch er auf Sachen, wie zum Beispiel auf ein kleines echsenartiges Tier, dem Legulas, die ihn nach und nach in eine magische Welt voller Geheimnisse ziehen.

Meine Meinung:
Die Geschichte war verwirrend. Ich wusste den Grossteil des Buches nicht, worum es eigentlich geht, und wo das ganze hinführen soll. Der Anfang ist unheimlich unübersichtlich, weshalb ich ganz froh war, meinen Notizblock zur Hand zu haben. Neben den Flohnamen (Zarathustra, Tesla usw.) und den unheimlich schnellen Abläufen der Geschehnisse haben die verschiedenen Handlungsstränge nicht wenig zur Verwirrung beigetragen. Diese werden zwar nach und nach miteinander verworren, aber zu Beginn fällt es einem dadurch schwer, der Geschichte zu folgen.
Es hat sich für mich als unheimlich schwer erwiesen, dieses Buch im vorherigen Abschnitt so zusammenzufassen, dass man sich von der Geschichte ein Bild machen kann. Nicht weil die Geschichte schlecht oder langweilig sei, sondern aus dem einfachen Grund, dass sie anders ist als alles, was ich bisher gelesen habe. Es ist z.B. kein klassisches Fantasy-Buch, obwohl natürlich viele Sachen vorkommen, die die Fantasy-Kategorie ihr Zuhause nennen. Es hat eher etwas von einem Märchen wie Schneewittchen und die sieben Zwerge, oder Rapunzel. Magie und Realität stehen sich sehr sehr nah, und machen aus diesem Werk etwas ganz besonderes.
Der Schreibstil der Autorin ist sehr schön! Er passt perfekt zu dieser magischen Geschichte und lockert einige ernstere Situationen mit ein paar Worten auf. So verwandelte sich die erste Verwunderung über das Echsentier in ein amüsantes Bild, nachdem es von Green Legulas genannt wurde.
Die Charaktere sind alle sehr einzigartig und heben sich voneinander ab. Sie wurden sehr liebevoll beschrieben. Die kleinen Details zeichnen die doch sehr fremdartigen Figuren so, als würden sie vor einem stehen.

Fazit:
Ein faszinierendes und skurriles Buch mit einem wunderschönen Schreibstil. Leider etwas verwirrend und nicht für die Zwischendurch- oder Zubettgeh-Lektüre geeignet. Ich war froh, einen Notizblock zu haben, um nicht komplett verloren an die Geschichte heranzugehen.
 -Henny

Vielen Dank an den Goldmann Verlag für die Bereitstellung des Rezensionsexemplars!

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