Seychellen: Erneut der Zufall und Johannesburg: das Wiedersehen

Erneut der Zufall:

Wie ich ja schon letztens erzählt habe, haben wir auf La Digue eine Familie kennengelernt, die wir dann durch Zufall auf Mahé wiedergetroffen haben. Doch dies war noch lange nicht alles. Als wir uns am nächsten Morgen auf den Weg zum Strand machten, erzählte uns der Besitzer des Guesthouses, dass eine Frau mit zwei Kindern nach uns gefragt hätte. Komisch, dachte ich mir, sie waren doch schon heute Morgen zurück nach Mauritius geflogen.

Wir haben uns geärgert, dass wir sie nicht verabschieden konnten, aber haben die Gedanken doch wieder verdrängt und in Richtung Strand gelaufen. 5km. Also nicht so viel, aber dieses ständige hoch und runter und die konstante Hitze machen einen solchen Spaziergang zur puren Hölle.

Am Strand angekommen, haben wir uns in den Schatten gelegt und gebadet. Viel mehr kann man an einem Strand ja auch nicht machen. Als wir dann aber nach Hause kamen (diesmal mit Bus), war die Überraschung riesig. Da standen die Drei und haben auf uns gewartet!! Es hat sich herausgestellt, dass ihr Flieger erst am nächsten Morgen ging und sie sich vertan hatten. Wir haben uns natürlich riesig gefreut und uns mit ihnen einen schönen Abend gemacht.

Doch wir hatten nicht erwartet, dass vor unserer Haustür mal eben ein Grosseinsatz der Polizei stattfinden sollte... Wir hörten nur quietschende Reifen, zugeschlagene Autotüren und Menschen, die wegrannten. Hinter ihnen die Polizei, die sie überwältigte und in Handschellen legte. Der Sohn des Gastgebers hat erzählt, dass die Drogenmafia wohl ziemlich gross sei auf den Seychellen und es sehr wahrscheinlich ist, dass die beiden verhafteten Drogen verkaufen. Als die Polizei dann ein Paket aus dem Auto hievte, wurde dieser Verdacht bestätigt. Ja ja, ein spannendes Erlebnis als Schluss für den Aufenthalt auf den Seychellen.

Das Wiedersehen:

Unser Flug ging direkt von Mahé nach Johannesburg (Gott sei Dank) und kaum 5 Stunden nachdem wir in Mahé abgeflogen sind, waren wir in einer komplett anderen Welt, einer komplett anderen Kultur. Schon irgendwie faszinierend.

Am Flughafen in Johannesburg haben uns Milan und Luiza abgeholt. Milan ist ein Freund der Familie, der mit seiner Lebensgefährtin Luiza seit 10 Jahren in Südafrika wohnt. Ich hab Milan nicht mehr gesehen, seit er nach Südafrika gezogen war, deshalb war das Wiedersehen dementsprechend freudig :). Wir sind erst zu ihrem Guesthouse gefahren und haben uns dort unterhalten. Wir haben Amarula getrunken, ein Getränk, dass nur aus einer Frucht (Marula) und Sahne besteht. Danach sind wir essen gegangen. Ihr könnt euch nicht vorstellen, wie glücklich man über westliches Essen sein kann. Nach dem Fleisch-Albtraum auf den Seychellen und dem unheimlich scharfen Essen in Indien waren wir beide so froh über ein stinknormales Steak!! Und es war sooo lecker!

Nachdem wir gegessen und uns über Gott und die Welt unterhalten hatten, haben uns Milan und Luiza zu unserem Guesthouse gefahren, wo wir gleich KO ins Bett gefallen sind. Milan ist zurück nach Parys, wo er eigentlich wohnt, gefahren, weshalb wir uns natürlich erst einmal herzlich verabschiedet haben!

Das es anders kommen würde als erwartet, konnte ja niemand ahnen, aber dazu demnächst mehr!

-Henny

Keine Kommentare:

Kommentar veröffentlichen