[Filmkritik] Der Hundertjährige der aus dem Fenster stieg und verschwand

Titel: Der Hundertjährige der aus dem Fenster stieg und verschwand
Produktionsland: Schweden 
Erscheinungsjahr: 2013
Länge: 115 Minuten
Regie: Felix Herngren
Kamera: Göran Hallberg
Musik: Matte Bye
Besetzung: 
Allan          -          Robert Gustafsson
Julius          -          Iwar Wilander
Benny          -          David Wiberg
Gunilla          -          Mia Skäringer
Gäddan          -          Jens Hultén
Caracas          -          Bianca Cruzeiro
Hinken          -          Sven Lönn

An seinem 100. Geburtstag hat Allan keine Lust mehr und steigt einfach so aus seinem Fenster seines Zimmers im Altersheim und läuft weg. 
Er klaut einen Koffer, nimmt einen Bus und fährt hinaus in sein Abenteuer. Genau wie im Buch wird zwischen seiner Vergangenheit und seinem aktuellen Leben, doch irgendwie wurde die Hälfte seiner Vergangenheit einfach ignoriert. Der beste Teil des Buchs (Spoiler: China, Korea, Bali) wird einfach weggelassen, statt dessen erfahren wir viel unbelangliches was einfach überflüssig ist in der Geschichte. Wichtige Details zum Leben der Charaktere werden weggelassen und neue werden einfach an den Haaren herbeigezogen um sie scheinbar plausibler zu machen. Doch das ist überhaupt nicht gelungen… 
Dazu kommt noch, dass der Schauspieler, der Allan spielt gefühlte 50 Kg Make-up und Silikon im Gesicht hat und noch nicht einmal in die nähe des Aussehens eines 100-Jährigen kommt. Die schauspielerische Leistung ist nicht schlecht, aber naja, er soll 100 sein, da sollte man nicht fast kerzengrade durch Schweden rennen. 
Es gibt ganz lustige Szenen, die wenn man nicht das Buch gelesen hat, auch einen guten Unterhaltungswert haben. Die Schauspieler sind gut gewählt auch wenn ich sie mir anders vorgestellt habe.
Die Rückblicke in sein Leben, sind deutlich unterhaltsamer als die aktuelle Situation, was dazu beiträgt, dass man zwischenzeitlich eher einschläft als sich über den skurrilen 100-jährigen zu freuen..

Wie man schon aus den letzten Zeilen rauslesen kann, hat der Film mir nicht wirklich gefallen. Es gab offene Fäden und Sachen die keinen Sinn gemacht haben weil sie einfach nicht erläutert wurden. Oft musste ich den Hintergrund zu den Geschehnissen sagen, damit einige der Sachen verständlich waren (Spoiler: Es wird z.B. kein Grund angegeben, wieso Benny so viele fast-Abschlüsse hat, er hat sie einfach).

Der Film ist OK, kein Meisterwerk, aber ich habe schon schlechteres gesehen. Daher bekommt er:

2,5 von 5 Sternen

 -Henny

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