[Filmkritik] Tribute von Panem - Mockingjay Part 1

Und es war mal wieder so weit! 1 Woche nach Filmstart, hatten wir auch endlich Zeit uns die Abendvorstellung von die Tribute von Panem - Mockingjay anzutun. Ich fand die ersten beiden Filme ja echt toll. Die Schauspieler sind in den meisten Fällen sehr gut gewählt, auch wenn ich ihnen manchmal nicht abkaufen konnte, dass sie um ihr Leben kämpfen. Aber egal, zu Mockingjay.

Das letzte Buch von Tribute von Panem, Mockingjay, wurde in zwei Teilen verfilmt. Wieso eigentlich? Wieso muss man das Ende einer Serie immer in hundert verschiedene Teile aufteilen um daraus Filme zu machen? Weil das Buch länger ist als die anderen? Naja, die 14 Seiten die Flammender Zorn länger ist als Tödliche Spiele, sind wahrscheinlich nicht daran schuld dass es in 2 Filme geteilt wurde. Also liegt es daran, dass die letzten Bände detailreicher geschrieben sind? Nicht wirklich... Also woran liegt es? Profit. Und das merkt man...

Ich habe ja die Bücher nicht gelesen, deshalb kann ich schlecht sagen ob sich die Spannung im letzten Band weiter aufbaut, oder ob es nur ein "gewollt und nicht gekonnt"-Finale ist. Aber zum Film.

Die Geschichte schliesst ohne Umwege an das Ende des zweiten Teils an. Doch auch wenn der zweite Teil ein ziemlich prägnantes Ende hatte, war ich am Anfang einfach nur verwirrt. Es gab viel hin und her, vor und zurück. Die Kämpfe der Arena werden hinter sich gelassen, der anstehende Bürgerkrieg, der schon in Teil 2 oft genug angedeutet wird, rückt in das Zentrum der Geschehnisse. Katniss, die nach Monaten wieder zurück in die Öffentlichkeit tritt, wird mit Tod und unmotivierten Menschen konfrontiert. In dieser Masse an.. ich nenn es mal, Schafen, muss sie die Menschen in allen Distrikten wieder motivieren gegen die Bösen aus dem Kapitol zu kämpfen. Dabei entstehen Szenen die alles andere als motivierend sind. Sachen geschehen, die wenn ich sie als leidender Distrikt-Bewohner sehen würde, Katniss nen Vogel zeigen würde und mich schön weit von ihr entfernen.

Die erste Hälfte des Films wirkt künstlich und gezwungen. Die Geschehnisse sind überflüssig und viele Sachen in der Realität einfach nur dumm rüberkommen. (Spoiler: Die Szene in der Sie und Gale die Bomber vom Himmel schiessen, oder in der sie am See sitzen und sie anfängt zu singen...).
Doch nach der langweiligen ersten Hälfte kommt die zweite, und die reisst alles wieder raus! Das Ende der ersten Hälfte und der Anfang der Zweiten ist so deutlich, dass man richtig gemerkt hat wie sich die Leute angespannt haben weil es spannend wurde. Ab diesem Moment wurde es ruhig im Kino. Ab diesem Moment habe ich nichts bis auf ein paar kleinere Details zu bemängeln. Es kommen ein-zwei kleinen Momenten vor in denen ich Jennifer Lawrence die Rolle nicht abkaufe, aber das ist echt vernachlässigbar.

Fazit
Ich werde das Gefühl nicht los, dass die erste Hälfte zum aufwärmen gedacht ist um dann nach und nach wieder Spannung aufzubauen. Der Film ist alles andere als schlecht, doch ich finde man merkt, dass die Produzenten die Reihe noch richtig ausschlachten möchten, und deswegen aus Band 3, zwei Filme gemacht haben. Wenn man den ganzen Film etwas kürzer gehalten hätte, vor allem die erste Hälfte, hätte man locker aus dem ganzen Band einen etwas überdurchschnittlich langen Film machen können. Aber ja, zwei Filme spielen halt mehr ein als nur einer. Trotz dessen, bin ich unheimlich gespannt auf Mockingjay Part 2. Und ich denke irgendwann, in einer vielleicht gar nicht so fernen Zukunft, werde ich die Bücher auch auf Deutsch im Regal stehen haben.

4,3 von 5 Sternen

-Henny

Kommentare:

  1. Also ich finde es ja gut das sie zwei Filme draus machen. Ja okay, das ständige warten ist einfach nur ätzend, aber dafür haben wir 1. noch mehr vom Film und längere Zeit und 2. kommen viel mehr Details in den Film bzw die beiden Filme. Zum Beispiel hätte ich mir die Szene wo sie singt nie weggewünscht, das war auch meine Lieblingsszene im ganzen Film weil ich einfach nur verdammt krass Gänsehaut hatte wie die da dann alle marschiert sind und ach ich weiß nicht. Das sind so Szene, das sind vielleicht keine Schlüsselszenen, aber Herr Gott, wenns nur über Schlüsselszenen gehen würde wäre der Film 3 Minuten lang. Außerdem ist das Lied ja die Hymne der kompletten Rebellen, auch die aus den Distrikten. Im Buch kommt es etwas anders rüber, aber naja, ich bin zufrieden :p

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    1. Es geht mir weniger ums warten als darum, dass ich fand, dass der Film sehr in die Länge gezogen wurde, etwas das man sich hätte sparen können. Mir sind 150-180 Minuten eines guten Films lieber als 2 Filme von denen man knapp 60 Minuten auch schlafen kann, weil man nicht viel verpasst. Gerade bei Filmen gilt für mich das Motto Qualität vor Quantität.

      Ich habe nie geschrieben, dass ich mir die Szene in der sie singt wegwünsche, es ist auch meine Lieblingsszene. Ich hätte mir aber gewünscht, dass man es einfach anders verpackt hätte, es kam nämlich ziemlich plump rüber. Was mich unheimlich genervt hat ist das alles endlos lange gebraucht hat nur um den Film zu verlängern, z.B. als die ganzen weissen Rosen nach dem Bombardement auf dem Boden lagen. Die Szene hätte man locker auf 30 Sekunden reduzieren können ohne das Gefühl zu verlieren. Der Film ist meiner Meinung nach mit Abstand der schlechteste von den bisher veröffentlichten und garantiert keine 7,50€ die Karte wert, aber er ist nicht schlecht, was man auch meiner Bewertung entnehmen kann.

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