Zagreb

Ich habe Morgens meine Sachen zusammen gepackt und bin mit meiner kleinen Tasche in Richtung Kamenita Vrata gegangen. Die Kamenita Vrata ist das letzte der ursprünglich vier Stadttoren welches trotz Bränden und Abrissen noch steht. Dort habe ich mich in ein Kaffee gesetzt und ein bisschen die Menschen um mich herum beobachtet. Ich finde es immer sehr spannend wie unterschiedlich viele Menschen sind und wie sehr man es ihnen ansieht aus welchem Land sie kommen. Anschliessend bin ich mich auf dem Dolac Markt ein bisschen umgucken gegangen, da dieser ja das letzte mal schon zu hatte als ich ankam. Der ist auf jeden Fall einen Besuch wert! Nachher bin ich durch die Stadt gelaufen und hab mir einige Parks angeguckt. Um 11:00 bin ich vom Hostel, wo ich meine Sachen holte, ganz schnell zum Ban Jelacic Platz gegangen, wo ich mit Domagoj, meinem Host, verabredet war.
Wir sind zu seinem Auto gegangen und haben meine Tasche abgeladen damit ich sie nicht durch die ganze Stadt tragen musste. Wir sind erneut durch die Stadt gelaufen nur diesmal hatte ich einen persönlichen Stadtführer. Ich habe viel über die Geschichte der verschiedenen Gebäude gelernt und auch über die Stadt selbst. Danach sind wir zum Mirogoj Friedhof gefahren. Der Mirogoj war der erste Friedhof Europas mit allen Religionen. Er ist sooo riesig und soo schön! Er hat mit erzählt dass zu Allerheiligen, die Kroaten Kerzen auf die Gräber ihrer Familie stellen und dass er mir später Fotos zeigen würde.
Nachdem wir ungefähr 1/10 des Friedhofs gesehen hatten und wir nicht mehr laufen konnten, sind wir durch Zagrebs Wohngebiete gefahren. Diese liegen etwas ausserhalb, gehören aber noch immer zu Zagreb. Es ist nicht wirklich schön in diesen Gegenden, aber so was ist ja bekanntlich Geschmacksache Und ausserdem gewöhnt Mensch sich ja eh an alles.... Auf dem Weg nach Hause, sind wir auch an einem riesigen Plattenbau vorbeigefahren (da lief mal ein Bericht drüber bei NTV oder N24). Dieser heisst Mamutica und ist einfach nur viel zu gross um schön zu sein.
Nach dem wir uns bei Domagoj gestärkt hatten, sind wir zum Jarun See gegangen und haben uns dort in ein Café gesetzt. Der Jarun See ist ein künstlich angelegter See an denen die Zagrebaner (?) im Sommer gehen um sich zu sonnen, usw. Auf dem Rückweg sind wir an einer Bäckerei vorbei gekommen und haben Burek als unser Abendessen gekauft (das Rezept für Burek kommt noch). Nach dem Essen haben wir TV gesehen, dort sind nämlich die meisten Filme auf englisch mit kroatischen Untertiteln weil es scheinbar zu teuer ist die Filme und Serien zu übersetzten. Ich finde das Prinzip sehr gut. So lernen die jungen Kroaten schnell, gut und vor allem interessant Englisch. Und nicht viele Länder können von sich behaupten das Englisch ihrer Bürger wäre a
uf einem Niveau welches nicht zum Hände überm Kopf zusammenschlagen ist. 

Fazit

Zagreb

Zagreb ist eine sehr schöne Stadt mit einer Eindrucksvollen Kultur und Unmengen von tollen Museen. Wenn man jedoch nicht so aufs Museen gucken scharf ist, reichen 2 Tage in der Hauptstadt vollkommen aus. Einen für die Zentrale Stadt und einen weiteren für die Umgebung (Medvedgrad, Mirogoj Friedhof, usw.). Wer schnell ist und nicht unbedingt ins Detail der Geschichte gehen möchte, ist nach einem Tag wahrscheinlich durch mit den Sehenswürdigkeiten. Der Dolac Markt ist auf jeden fall einen Abstecher wert!

Zum Thema Zagreb Card. Ich finde sie recht überflüssig, da die öffentlichen Verkehrsmittel nicht teuer sind und ausserdem alles so nah bei einander liegt, dass man ungestört laufen kann.

Generell ist das Essen in Zagreb und ganz Kroatien extrem billig. 
- Am Ban Jelacic Platz hab ich mir ein riesiges Baguette für das ich in Deutschland wahrscheinlich 3-4€ bezahlt hätte, nur 5HRK bezahlt. Das sind knapp 60ct!
- In der Pizzeria in einer Seitenstraße der Tkalciceva hab ich für Pizza + Cola 31HRK gezahlt (4,10€)
- Für Pancakes usw. im Dizzies auf der Tkalciceva warens 12HRK (1,60€)

Wenn man Zeit hat und grade eine gute Aufführung im Nationaltheater läuft, sollte man sich umbedingt nach Karten umsehen! So sieht man das Theater von innen und hat ausserdem einen schönen Abend.

Mein absoluter Lieblingsort in Zagreb war zum einen das Nationaltheater, welches einfach nur wunderschön ist und, zum anderen, der Friedhof der obwohl er so viele Religionen beinhaltet, friedlich ist. So wie es eigentlich auch im Rest der Welt zugehen sollte wenn Religionen aufeinandertreffen. 

Rijeka

Die Hafenstadt ist groß, hat jedoch nicht unbedingt viele Sehenswürdigkeiten. Trotzdem ist es eine schöne kleine Stadt in der man ein bisschen rumspazieren kann.

Auch hier ist das Essen sehr billig.
- Manestra an der Riva Boduli Straße 25HRK (3,30€)

Zu empfehlen sind die Orascici aus dem gleichen Restaurant wie die Manestra. Super lecker!



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